Sonntag, 16. Oktober 2016

Saison 2017

Nach den Desastern 2015 und 2016 durch schwere Radstürze mit diversen Knochenbrüchen, steht für die Saison 2017 nun "Plan B" in meinen Wettkampfentscheidungen.

Das einzige was ich mir für nächstes Jahr wünsche, ist, verletzungsfrei durch das Jahr zu kommen, mein Training möglichst ohne krankheitsbedingte Pausen so durchziehen zu können, wie ich es plane - nicht mehr und nicht weniger.

Drei Ultra-Triathlons mit Emsdetten, Bad Blumau und Lensahn sind fix und in Bad Blumau hab ja noch ne Rechnung offen. In Florida (Double), England (Quintuple) und in Mexico (Deca) stehe ich schon auf der Starterliste und wenn "sponsorentechnisch" alles klappen sollte, kommt Slowenien, (Double) Litauen (Double) oder ein Deca in der Schweiz noch dazu.

Läuferisch stehen mit Kharkiv (im April), München 24 Std.-Lauf (Mai,) Nizza (im November) und Shenzhen (im Dezember), drei "Auslands-Marathons" in Nürnbergs Partnerstädten im Kalender, so dass das Jahr 2017 sicher eines der ereignisreichsten Jahre meiner sportlichen Laufbahn werden könnte.

Schwimmtechnisch plane ich auf jeden Fall wieder ein oder zwei 24 Stunden-Schwimmen ein, ob ein "Freiwasser-Ultra" dazu kommt, hängt vor allem von meiner Gesundheit und wieder von Sponsoren ab.

Sollte alles gelingen, springt nicht nur eine gute "Weltcup Plazierung" bei der IUTA heraus, sondern der ursprüngliche "Plan A" für 2017, wird dann für 2018 auch wahrscheinlicher werden.

 


Samstag, 1. Oktober 2016

September 2016

Der September-Trainingsmonat

Einen völlig unspecktukalären Trainingsmonat habe ich hinter mich gebracht, aber die 12 Monate die vor mir liegen, haben es in sich. (Habe ja einiges im neuen Jahr vor)

Die Kraft- und Schwimmeinheiten werden wieder hoch geschraubt, die Rad- und Laufeinheiten aber nicht wie üblich zurück gefahren, sondern gleich beibehalten. Eine "Trainingspause" wird es dieses Jahr nicht mehr geben, ich hatte ja genug davon ;)

Die Distanzen im September:
10 Km Schwimm
963 Km Rad (Spinning)
258 Km Lauf
130 Km Kraft (13 Stunden)
1361 Km Gesamt (Zu den Wochendetails hier klicken)

Der Oktober beginnt gleich mit einem tollen Lauf, aber wie schon letztes Jahr nur mit der 50 Kilometer Strecke und seit langem bin ich wieder mal beim Nürnberger Stadtlauf auf der Halbmarathon-Strecke unterwegs. Die Wetter-Vorhersagen für die nächsten Wochen versprechen ja auch nur gutes, so dass der eine oder andere "Trainings-Ironman" noch möglich ist. "Schaun mer mal"


Samstag, 24. September 2016

DTU Gold 2016

Im Prinzip ist das ja eine einfache Geschichte. Du setzt dich am Anfang der Saison hin, meldest dich bei den Rennen an (bzw. natürlich schon bei gewissen Wettkämpfen ein Jahr im Voraus) und "finisht" die Veranstaltungen, schon hast du das Abzeichen. Das ganze machst du dann fünf Jahre hintereinander und schon hast du dir damit eine "Ehrenmedaille" verdient.

Weit gefehlt


Von den 5 Jahren, die ich das Abzeichen jetzt bekommen habe, habe ich drei Mal wirklich darum kämpfen müssen. Die Unwägbarkeiten, die dich in einer Triathlon-Saison treffen können sind vielfaltig. Krankheit, Sturz und Verletzung, keine Zeit und sogar mit Rennabbrüchen von der Organisation, mit all diesen Dingen habe ich mich rumgeschlagen. Vor 2 Jahren haben mir mal 400 Meter Schwimmen gefehlt und nur weil ich einen Startplatz für den "Häusiman" von einem Kollegen bekommen hatte, habe ich das Goldabzeichen bekommen.

Letztes Jahr wurden dann die Regularien etwas nach unten verschoben und so konnte ich nach dem Double in Emsdetten mein Abzeichen schon einfahren, war auch gut so, denn dann kam ja der Sturz und aus war es mit der Saison 2015.


2016 war jetzt aber das problematischste Jahr für mich, da ich ja beim Triple in Bad Blumau gestürzt bin, mit den bekannten Schlüsselbein- und Rippenbrüchen, also das eigentliche Aus für die diesjährige Triathlon-Saison. Da ich aber unbedingt die Extra-Auszeichnung "5 Jahre Gold hintereinander" haben wollte, habe ich mit zusammengebissenen Zähnen in der Schweiz doch noch das fast Unmögliche, 6 Wochen nach der Operation und mit nach wie vor gebrochenen Rippen, drei Ironmans gefinisht und mir so die Auszeichnung gesichert.

                "Was uns nicht tötet, macht uns noch härter"             

 

Montag, 5. September 2016

Deca Resümee

Bildquelle: Ultratriathlon Switzerland
Als erstes möchte ich mich auf diesem Weg bei den Organisatoren und den vielen freiwilligen Helfern des Double-Deca Ultratriathlon in Buchs bedanken. Bedanken für ein wirklich außergewöhnliches Event, bei dem es an nichts gefehlt hat. Ich denke, dass das nicht mehr zu toppen ist und hoffentlich wieder stattfinden wird.

Im Kopf werde ich schon noch einige Zeit brauchen um den Frust abzubauen, dass ich nicht am gesamten Wettkampf teilnehmen konnte, sondern verletzungsbedingt nur 3 Ironman's finishen konnte, die aber reichten, das DTU-Triathlonabzeichen in Gold zum fünften mal in Folge zu bekommen.

Es ist unbeschreiblich, welche Leistungen in Buchs vollbracht wurden. Beschreiben lässt sich das überhaupt nicht, man muß schon dabei gewesen sein, um das wirklich zu kapieren. Ich meine nicht nur die Weltrekorde von "Xandi" Meixner, Richard Widmer und David Clamp, sondern auch die Leistungen jedes Einzelnen.
Drei Beispiele: Robert Lurz stürzte einen Tag vor dem Wettkampf auf seiner ersten "Probefahrt" in der Spitzkehre. Er hatte eine Prellung an der rechten Hüfte die ungelogen "Kindskopf" groß war, er starte trotzdem am nächsten Tag und finishte 6 Ironmans in Folge. Stefan Chares hatte schon am 3. Tag so angeschwollene Füße und Zehen, dass nicht nur die Laufschuhe, sondern auch die Radschuhe aufgeschnitten werden mußten und trotzdem hat er alle 10 Langdistanzen des Deca erfolgreich gefinisht. Walter Wegschaider, der sich am 5. Tag einen Muskelfaserriss zugezogen hatte, aussetzen mußte und es sich dann nicht hatte nehmen lassen, den 20sten Tag mit persönlicher Wettkampfbestzeit zu finishen.

Die Beispiele, die einzelnen Schicksale, die Höhen und Tiefen der Teilnehmer die ich hier erzählen könnte, würden sicher ein Buch ausfüllen. Ob das allerdings ausreichen würde, um zu verstehen, wieso sich das Menschen antun, wage ich zu bezweifeln. Ich habe für mich persönlich eine einfache Erklärung gefunden: Weil es solche Wettkämpfe gibt und es nichts schöneres gibt, als sich selbst zu besiegen.

Was uns für immer bleiben wird, sind die Freundschaften die wir geschlossen haben, Freundschaften der besonderen Art, die über die ganze Welt verteilt sind. UND das schöne daran wird sein, diese Freundschaften immer wieder bei solchen Wettbewerben erleben und erhalten zu können, denn es ist ja immer wieder die selbe "Familie", die an solchen verrückten Geschichten teilnimt.

Inge und ich sind stolz darauf, bei dieser einmaligen Veranstaltung dabei gewesen und Teil dieser "Familie" zu sein. Die Gastfreundschaft in der Schweiz die wir erfahren durften, sucht seines Gleichen und ganz sicher werden wir den Ruf nach Buchs folgen, so er denn in den nächsten Jahren kommen sollte, sowohl als Teilnehmer und/oder als Helfer.

Ein herzliches Dankeschön geht auch an unsere Vermieter Erika und Markus, die uns wie Familienmitglieder aufgenommen haben, nachdem sich unser gebuchtes Hotel als Reinfall herausgestellt hatte. Ebenso an Physiotherapeut Peter, der mir einen Tag vor meinem ersten Ironman einen ausgerenkten Lendenwirbel wieder eingerenkt hat. Zur Krönung ist mir der Wirbel am Abreisetag noch mal rausgerutscht und nach einem Telefonat mit ihm ist er zu uns gefahren, um ihn abermals einzurenken, aber ein kleines Trinkgeld wollte er partut nicht nehmen. Ein Autogramm von mir auf meiner Startnummer, das ich ihm für seine Kinder schenkte, war die größte Freude für ihn.

Es gäbe, wie schon geschrieben, unzählige solcher Geschichten die wir erlebt haben. Viele Bilder von den drei Wochen in Buchs habe ich verlinkt. Zu meinen täglichen Berichten und meinen Teilnahmen hier klicken und ein schönes Video ist hier verlinkt.

Ich habe viel gelernt und möchte dieses Wissen für meine zukünftigen "Ultratriathlon's" nicht missen. Gleichzeitig sehe ich das als Schatz für meine weiteren Pläne, die, so könnt ihr mir glauben, nicht weniger spektakulär sein werden. Auch sehe ich jetzt, einige Tage nach dem Deca, etwas optimistischer in die Zukunft und werde motiviert an der Saisonplanung für 2017 arbeiten.

"Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren"


2018 wurde ich für meine Leistungen zum "eisernen Franken" gekürt und das ganze ist hier verlinkt.


Bildquelle: Ultratriathlon Switzerland
Bildquelle: Ultratriathlon Switzerland
Bildquelle: Ultratriathlon Switzerland


Mit Dipankar Paul (Indien) und David Clamp (England)
Organisation mit: Carsten Sacher, Stefan Meier, Stefan Zwicker, Katrin Meier, Daniel Meier und Jeff Lüscher

Jeder Teilnehmer wurde mit Startnummer auf der Laufstrecke "verewigt"



Bildquelle: Ultratriathlon Switzerland
Bildquelle: Ultratriathon Switzerland

August 2016

Der August-Trainingsmonat

Der Versuch, retten was zu retten ist, stand im Focus des Monats August. Durch den Sturz in Bad Blumau war ja eigentlich die Triathlonsaison und die damit verbundenen ergeizigen Ziele beendet.
Ich hatte mir aber trotzdem ein ärztliches Attest für den Deca-Ultratriathlon in der Schweiz besorgt, mußte aber meinem Arzt versprechen, die Notbremse zu ziehen, falls ich die Schmerzen nicht in den Griff bekommen würde. Letztendlich hat es dann doch nur für 3 Ironman's in 10 Tagen gereicht, mehr währen unverantwortlich gewesen. Gesundheit geht vor!

Die Distanzen im August:
12 Km Schwimm
1463 Km Rad (Spinning)
235 Km Lauf
60 Km Kraft (7 Stunden)
1770 Km Gesamt (Zu den Wochendetails hier klicken)

Die drei Langdistanzen reichten aber aus, um das Minimalziel, das Triathlonabzeichen in Gold, zum fünften mal in Folge zu erreichen und stimmten mich doch im Nachhinein dazu, meinen Frieden mit der Saison 2016 zu schließen. 2017 wird ein hoffentlich besseres Jahr, schlechter kanns ja fasst nicht werden.



Donnerstag, 11. August 2016

Deca-Schweiz

Die Hoffnung stirbt zuletzt! bzw. der Glaube an mein Motto: "Das Wunder von Buchs"


Die Täglichen Berichte ab dem 24.08.16

Noch vor zwei Wochen hätte ich mir im Traum nicht vorstellen können diesen Blog-Eintrag so zu schreiben, aber ich habe tatsächlich ein ärztliches Attest und somit grünes Lich für den 10-fachen Ultratriathlon in der Schweiz bekommen!
Ob und wie ich das schaffen soll weiss ich zwar selbst nicht, aber nach dem Motto auf meinem "Röntgenbild" werde ich den Versuch starten, allerdings mit der klaren Aussage: Wenn es nicht geht, geht es nicht. Beim Radfahren sehe ich überhaut keine Probleme, beim Laufen muß ich halt die Zähne zusammen beissen. Wie allerdings das Schwimmen wird, weiss ich bis zum Start nicht, weil ich mich entgegen so manch anderer Meinung exakt an die ärztlichen Vorgaben halte und genau 6 Wochen nach der Operation, das erste mal ins Wasser begeben werde. Wer meine Facebook-Seiten oder meine Homepage verfolgt, ist ausreichend informiert über die Trainingseinheiten, die ich in den letzten Wochen abgespult habe. Ob das reichen wird, wird sich herausstellen.

Es lohnt sich also, ab Mittwoch, den 24. August, täglich mal auf der Blog-Seite zu schauen, um den Stand der Dinge zu erfahren UND mir vielleicht den einen oder anderen Kommentar zur Motivation zu schreiben, ich würde mich sehr freuen ;)

Auf diesem Weg möchte ich mich bei allen bedanken, die wie ich an ein "Wunder in der Schweiz" glauben, (ist ja nicht so, dass es so etwas noch nicht gegeben hätte, siehe Bild). Vielen Dank auch an Carsten Sacher (Mitorganisator und Teilnehmer), der mir vor Wochen schon eine Möglichkeit aufgezeigt hat, doch noch meinen Frieden mit der "Ultra-Triathlon-Saison-2016" zu machen.
Großen Dank auch an meine Material-Ausrüster Triathlon-Shop Nürnberg, Radsport Duschl Christoph Schwerdt und Akos Majzer (der jetzt "Grenzenlos" unterwegs ist) für das "Never Walk Alone Edition Airon Bike", das mich hoffentlich in der Schweiz nicht abwirft ;).

Last but not list, bedanke ich mich bei meiner Frau, die diese ganze Tortur mitmacht, fest an meiner Seite steht und mir mit dem Spruch: "Kopf hoch auch wenn der Hals dreckig ist" Mut macht, mich aber ebenso, wenn nötig, auf dem Boden der Tatsachen zurück holen wird.

Blogeintrag vom 15.08.16

 

Erste Trainingseinheiten haben natürlich für mich schon mit dem Start der Athleten zum Double-Deka begonnen und das Erkunden der Strecke stand da an erster Stelle. (Bild von der Schweizer Grenze nach Lichtenstein) Bis zum 23. August standen jeden Tag Lauf- und Rad-Training auf dem Plan, am 22. August dann der erste Schwimmtest mit 600 Meter und am 23. dann der erste Kilometer. Ob das alles reicht, wird sich nun bewahrheiten. Das Wetter ist auf jeden Fall mal die nächsten Tage warm, vielleicht auch ein wenig zu warm.

Die erste Woche haben Inge und ich uns als Helfer für das Organisationsteam eingesetzt und die Athleten mit betreut und Inge hat diese hauptsächlich verpflegt. Jedem Teilnehmer standen am Tag drei warme Malzeiten und den Betreuern jeweils eine zu. Hier muß man den schweizer Veranstaltern ein rießen Lob aussprechen, wie perfekt das alles organisiert wurde.
Es hat an nichts, aber auch gar nichts gefehlt. Ein Beispiel: Nach den Regentagen wurde organisiert, dass die Räder von der ortsansässigen Firma "Beat-Sport" abgeholt, geputzt und gewartet wieder zurück gebracht wurden. !! Ich jedenfalls kenne keine Veranstaltung, wo so etwas kostenlos angeboten wird.
Dass das Schwimmen eine schwierige Aufgabe sein wird, war mir schon lange klar, aber das es eine so schmerzhafte sportliche Betätigung werden würde, hätte ich nie gedacht. Mit der Zeit von 2:03 (inkl. Wechselzone) konnte ich sogar noch zufrieden sein und klar war auch, dass ich mich auf dem Rad (7:12 inkl. Wechsel) wieder erholen würde, was auch gut funktionierte. Der Rheindamm ist eine einfach zu fahrende Hin- und Zurückstrecke, wenngleich  immer mit "Wind", der dann auch um die Mittagszeit seine Richtung dreht, also knapp 5 Km Mit- und Gegenwind.
Das Laufen heute war die zweite Tortur des Tages. Von der Marathondistanz konnte ich gerade mal 10 Km im Laufschritt absolvieren, den Rest mußte ich gehen. Jeden Schritt belohnten die Rippen mit einem stechenden Schmerz. Ich kann mich nicht erinnern, einen Marathon in 6:20 "gelaufen" zu sein. Auf den letzten beiden Runden hat mich dann auch Inge begleitet und wir beschlossen dabei auch dann das Aus für den Deca-Traum.
Nach dem "Schmerzdebakel" von gestern, war klar, dass ich heute und die nächsten Tage pausieren muß. Ich hatte einen "Deal" mit meinem Arzt und versprochen, dass ich, wenn das "Genehmigte" nicht ausreicht, ich die Notbremse ziehe. (Ich brauche auch in Zukunft noch ärztliche Atteste)
Heute ist "Regeneration" angesagt und morgen werde ich die Rennmaschine etwas bewegen. Schwimmen und das Laufen werde ich übermorgen wieder mit einbauen, denn das "MINIMALZIEL", das Triathlonabzeichen in Gold (zum 5. Mal in Folge) ist nach dem gestrigen Tag, mit dem Wissen einen Ironman, 6 Wochen nach dem Unfall, finishen zu können, greifbarer denn je.
Das erwähnenswerteste des Tages ist, "Xanti" Alexandra Meixner hat heute einen neuen Weltrekord aufgestellt. 12 Ironman's in Folge gefinisht und das in einer tollen Zeit. Gratulation nach Österreich und Gratulation an eine außergewöhnliche Sportlerin und "Ultratriathlon-Freundin".

Heute morgen habe ich mich als "Bahnenzähler" auf meiner "internationalen Schwimmbahn" betätigt und für Shangrila (Philippinen) Dipanker (Indien) und Goulwenn (Frankreich) die erste halbe Stunde die Bahnen gezählt und notiert. Es war wohl mit über 33 Grad, einer der heißesten Tage hier in Buchs und deshalb sicher auch für die Athleten der schwierigste.
Kurz vor 8 Uhr kam dann Shangrilas Betreuerin aufgeregt zum Organisationsstand und teilte uns mit, dass das Ventil ihres Vorderrades beim aufpumpen abgerissen ist und sie dringend Hilfe benötigte. Ich ging dann mit ihr zum Rad und konnte sofort Hilfe leisten, indem ich aus dem Vorderrad meines Kuota-Bikes meine Ventilverlängerung demontierte und auf ihr Rad montierte.
Ansonsten bin ich, wie gestern schon angekündigt, gut 53 Kilometer Rad gefahren und habe mich mit Inge dem Orga-Team als Hilfe zur Verfügung gestellt.

Mit etwas Radeln und Laufen habe ich mich heute in Bewegung gehalten, um einfach in mich zu hören. Letztendlich waren es nur 31 Kilometer mit dem Velo (bin schon fast ein "Schweizer") und 6 Kilometer auf der Laufstrecke.

Auf dem Airon-Rad habe ich heute, wie schon letzte Woche mit dem Kuota, unübliche Schaltprobleme gehabt. Nach kurzem Studium der Bedienungsanleitung im Internet, habe ich den Fehlerteufel im Radkeller fest gemacht. Er ist recht feucht und scheinbar bekommt das der Campa-Elektronik nicht.

Ansonsten hab ich mich als Bahnenzähler und "Last Lap-Anzeiger" der Organisation zur Verfügung gestellt und werde das wohl auch morgen tun.

Nach dem morgendlichen Zählen der Schwimmbahnen mit Heide Lindemann zusammen, (Heide mußte wegen einer Erkältung auch pausieren) hab ich mir den Neoprenanzug angezogen und bin ohne Schmerzmittel und Brustbandage 800 Meter geschwommen. Durch die heissen vergangenen Tage, heute am Sonntag auch wieder über 30 Grad, waren aber sehr schnell Badegäste im Wasser, so das es leider schwierig geworden wäre, weiter zu testen.

Da mir die paar Meter aber ganz gut gelungen sind, habe ich beschlossen, morgen einen "olymischen Test" einzulegen, um danach zu entscheiden, wann ich meinen zweiten Ironman starten werde. Schaun mer mal ;) Geradelt bin ich auch wieder ca. 35 Kilometer und auch dieses mal mit Schaltproblemen, die ich aber immer sehr schnell lösen konnte. Anlage resetten und schon gings wieder weiter ;)
Unschwer am Bild zu erkennen, habe ich heute eine "Olympische Distanz" als Test absolviert und das Ganze ohne Schmerzmittel. Beim Schwimmen habe ich die Bandage etwas tiefer gesetzt und deutlich strammer gezogen. Resultat: Schmerzen erträglich aber dafür habe ich schlecht Luft bekommen.

Das Radeln wie üblich ohne Probleme und das Laufen ging auch ganz gut und so habe ich mich entschlossen, morgen den zweiten benötigten Ironman in Angriff zu nehmen.

Das Minimalziel, das goldene Triathlonabzeichen in Gold zu erreichen, ist im Kopf jetzt machbarer denn je. Wir werden es also früh genug erfahren ob's funktioniert hat.
Mit einer gehörigen Portion Bammel bin ich heute in der Früh in's Wasser gestiegen und hab mir die Bandage nach dem gestrigen Tag etwas tiefer gesetzt. Für die Halbzeit hab ich mir noch eine Schmerztablette deponiert, die ich dann auch gebraucht habe. Mit der geschwommenen Zeit (1:58:06 inkl. Wechsel) die ich dadurch erreichte, konnte ich vollauf zufrieden sein.
Das Radeln fiel mir heute erstaunlicherweise schwer, was sich in einer Zeit von 7:43:17 widerspiegelt. Ab 120 Km habe ich im linken Oberarm Schmerzen bekommen, die ich bis zum Laufen nicht mehr los wurde.

Das Laufen selbst lief wieder gut für mich und ich konne den Marathon nach 5:37:54 beenden, so dass eine Endzeit von 15:19:09 heraus gekommen ist.
Nachdem ich gestern überglücklich meine zweite Langdistanz, die ich für das Triathlonabzeichen in Gold benötigte, gefinisht habe, war heute Regeneration angesagt.Von der Muskulatur her wäre diese zwar nicht notwendig gewesen, aber ich will ja nicht übertreiben. Ein wenig Muskeln lockern mit 500 Meter schwimmen, 10 Km radeln und 5 Km laufen hab ich natürlich mit eingebaut.
Vor lauter Freude über das Erreicht, habe ich beschlossen, am Freitag, den 2. September, den letzten "Ironman" wieder mit zu machen, denn, aller guten Dinge sind ja bekanntlicherweise drei.
Zu tun gab es natürlich wie in den vergangenen 18 Tagen genug für mich. Bahnenzählen am Morgen, aufpassen und anfeuern an der Strecke und die letzte Runde wollte ja auch angezeigt werden.
Am frühen Nachmittag haben Inge und ich uns dann frei genommen, muß auch mal sein ;) und verdient haben wir uns das allemal.
Nach den üblichen "Vormittags- und Nachmittags-Arbeitsabläufen", stand heute noch etwas Erholung auf dem Tagesplan. Wir waren an einem Bergsee und ich habe noch viel Carboloading aufgenommen.

UND, heute muß ich mal was in Bezug auf unsere Unterkunft los werden. Das gebuchte Hotel hat sich schon bei der Ankunft als gelindegesagt Reinfall entpuppt. Nachdem wir die Problematik der Rennleitung mitgeteilt hatten, hatte diese sofort Kontakt zu einer privaten Unterkunft hergestellt. Unsere Gastfamilie Schöb hat uns mit so einer Herzlichkeit und Gastfreundschaft aufgenommen, die seinesgleichen sucht, wir haben uns von Anfang an wie zu Hause gefühlt. Es hat an nichts, aber auch an gar nichts gefehlt und klar ist für uns auch, sollte es wieder einen Wettkampf in Buchs geben, buchen wir erst unsere Unterkunft im "Starenweg 9", noch bevor ich mich zum Wettkampf anmelde.
Ich denke, ich habe meinen Frieden mit dem Wettkampf in der Schweiz geschlossen, wenngleich natürlich der Frust noch vorhanden ist, ist die Freude über das Erreichte natürlich größer.

Was ich heute erreichen wollte, hab ich auch erreicht. Einfach einen Ironman zu machen, ohne Ziel und ohne Grund, einfach weil die Möglichkeit bestanden hat. Auf der Mitte der Radstrecke hatte ich auch mal ein mentales Loch, und wollte hinschmeißen, da mich die Schmerzen im linken Oberarm sehr nervten, aber nein, ich habe es durchgezogen, ohne wenn und aber.

Für ein Resümee, lass ich mir noch ein paar Tage Zeit um das Erlebte erst mal zu verarbeiten und zu begreifen. Fakt ist eins "Buchs wir kommen wieder"

Montag, 1. August 2016

Juli 2016

Der Juli-Trainingsmonat


"Wo fang ich an, wo hör ich auf"
Zunächst mit dem Positiven. Ich konnte meinen Plan, den Bodensee zu durchschwimmen, dieses Jahr endlich realisieren. Angestrengt habe ich mich dabei nicht, denn das Ziel war klar definiert: "Der Weg ist das Ziel". Hier noch mal der Link zu einem etwas längeren Bericht auf der Homepage.
Jetzt das Negative, das mir die ganze Saison und wahrscheinlich auch noch in der nächsten Zeit die sportlichen Ziele durcheinander gebracht hat, nämlich der Sturz beim Triple-Ultratriathlon in Bad Blumau. Mehr will ich hier gar nicht mehr schreiben, ist doch alles unter diesem Link nachzulesen.

Natürlich gibt es für die Saison 2017 einen "Plan B" , aber dazu mehr im nächsten Monatsbericht.

Die Distanzen im Juli:
28 Km Schwimm
846 Km Rad (Spinning)
39 Km Lauf
70 Km Kraft (7 Stunden)
983 Km Gesamt (Zu den Wochendetails hier klicken)

Das Positive, dass ich dem Juli doch noch zugestehe: Die Räder sind jetzt beide einsatzbereit und das alte Sprichwort stimmt hier wieder voll und ganz "Was lange währt wird endlich gut". Beide Maschinen sind mit elektronischen Schaltungen von Campagnolo ausgestattet und somit miteinander kompatibel. Die Kuota-Maschine ist auf "Schlechtwetter" und mit Licht ausgestattet. Die Airon-Maschine mit Rotor-Kurbel und PowerTab Wattmesssystem. 

 

So die Genesung es bis Ende August bzw. Anfang Oktober zulässt, kommen die Räder vielleicht doch noch mal in der Schweiz zum Einsatz ;) Natürlich ohne Wertung und nur für den Kopf :(

Dienstag, 12. Juli 2016

Triple-Ultra Bad Blumau

Der "Triple-Ultratriathlon in Bad Blumau" mit 11,4 Km Schwimm-, 540 Km Rad- und 126,6 Km Lauf-Kilometern, sollte also der erste "Mehrfach-Triathlon" meiner Ultratriathlon-Saison 2016 werden und das auch noch in der selben Woche, in der ich den Bodensee durchschwommen hatte!!!

Respekt ja, aber wirklich Sorgen machte ich mir nicht, vielleicht ein wenig vor dem Schwimmen, ob ich das durchziehen kann. Das Training paßte bis dahin, alle Tests habe ich gut meistern können und so ging es am Donnerstag, bepackt wie ein Esel, nach Österreich. Dort angekommen traf ich auch gleich Philipp Mayer, der mich zu diesem Wettkampf eingeladen hatte. Erster Eindruck: Geniale Location schöne Rad- und Laufstrecke, also alles prima.

Schnell fand ich auch meine französischen Freunde Laurent, Celine, Anne Sophie, Emanuel, Goulwenn und Monika, die mich während des Wettkampfs bestens versorgten. Später kamen noch meine österreichischen Freunde Gerhard, vom Tumer Triathlonverein und Gustav, vom Rogner-Bad-Tri-Team dazu, die mir auch ihre Mithilfe angeboten haben. Also um die Betreuung mußte ich mir keine Sorgen mehr machen, da meine Frau dieses mal leider nicht mitkommen konnte.

Mit Laurent, Celine und Anne Sophie gings dann um 14 Uhr zum Pizza Essen, und dann pünktlich um 16 Uhr zur Wettkampfbesprechung ins Rogner-Bad, einer von Friedensreich Hundertwasser gebauten Hotel- und Bäderlandschaft.

Mit vielen bekannten Gesichtern und vielen "Facebookfreunden", die ich hier zum ersten mal auch persönlich kennen lernen konnte, ging es nach der Besprechung zur Vorstellung der Atlethen und zu einem super Abendessen in die Hotelanlage. Allzulange hat der Abend dann aber natürlich nicht gedauert, lagen doch 3 harte Tage vor uns allen und so hiess es, früh ins Zeltlager, um möglichst viel zu schlafen. Funktioniert hat das allerdings nicht wie gewollt, denn es war eine sehr unruhige Nacht mit x-mal Aufwachen und gehörig gefroren habe ich trotz Schlafsack auch.

Um 5:45 Uhr klingelte dann der Wecker und das "Zeltlager" um mich herum wurde munter. Ab 6:30 Uhr dann das Einchecken der Räder, um dann langsam Richtung Schwimmbecken zu marschieren, wo uns die Geschäftsleitung des Hotels noch zu einem Frühstück eingeladen hatte. Am Becken dann die üblichen Absprachen mit den Mitstreitern, mit denen man auf der selben Bahn schwimmt, ab in den Neoprenanzug und in das Wasser und pünklich um 7 Uhr erfolgte der Startschuss.

456 Bahnen (25 Meter) sprich 11,4 Kilometer mussten nun geschwommen werden. Ich ging wie üblich das Ganze ganz ganz locker an, merkte aber schon auf den ersten Kilometern, dass meine am Anfang des Berichts erwähnten Sorgen völlig unbegründet waren. Die im Kopf zurechtgelegte Taktik, "Ironman für Ironman" zu schwimmen, erwies sich als die Richtige, denn so wurde die Strecke "erträglicher". Nach 3,8 Kilometern in ca. 1:30 Std. hatte ich den ersten sozusagen gemeistert und so ging es etwas langsamer in den Zweiten und Dritten. Zu keiner Zeit hatte ich beim Schwimmen ein Problem, keine einzige Verkrampfung stellte sich ein und so stieg ich nach 4:49:19 aus dem Wasser, was ich mir vorher nicht hätte vorstellen können, und das fast 40 Minuten scheller, als ich für den Bodensee benötigt hatte.

Fazit: Voll zufrieden

 

Gemütlich gings dann in die Wechselzone, um vernünftig verpflegt aufs Rad zu wechseln und die Radstrecke mit 144 Runden, sprich 540 Kilometern, in Angriff zu nehmen. Vor der Tags zuvor besichtigten Strecke hatte ich schon ein wenig Bammel, denn zwei Steigungen, nicht viel, aber da mußt du halt 144 mal auch hochfahren, was am Anfang sicher einfach aber mit zunehmender Dauer schon schwierig werden würde. Augen zu und durch dachte ich mir und mit der bewährten Taktik, die Streck auf drei "Ironmandistanzen" kurz zu reden, ging es los.

Bis Kilometer 100 lief das auch eigentlich ganz gut, aber dann stellten sich unbekannte Muskelprobleme ein, die ich mir zunächst nicht erklären konnte. Kurz vor Kilometer 180 hatte ich dann mehr Probleme damit. Im Kopf war auch nicht mehr alles so klar und so rettete ich mich in eine Verpflegungspause, die mir dann auch wieder neue Kraft gab. Einem Geistesblitz folgend, wechselte ich die Schuhe und nach schon wenigen Runden fühlte sich alles viel besser an.

Also munter weiter in Richtung Halbzeit, denn da wartete eine etwas längere Pause auf mich. Mittlerweilen wurde es auch dunkel und die Lichtanlagen an den Rädern wurden nach und nach eingeschalten. Einige Lichter erwiesen sich als etwas problematisch an der Zufahrt zum Rogner Bad. Dort war eine Vor-und Zurückstrecke und gelegentlich wirst du halt da auch geblendet. Beim Rausfahren war das nicht so schlimm, denn da ging es "bergauf", was zwangsläufig beim Reinfahren, bei der "Bergab-Passage" natürlich gefährlicher war. Ein zweiter (für mich) kritischer Punkt in der Nacht war eine Einfahrt auf eine Nebenstraße, die ich in mancher "Nachtrunde" im Schritt-Tempo gefahren bin, weil ich den Übergang einfach schlecht sehen konnte. Bis Kilometer 265 ging das alles ganz gut, wobei ich den einen oder anderen Adrenalinschub hatte.

In Runde 72 machte ich nun meine längere Pause. Die Hälfte der Strecke hatte ich, was mir für den Kopf wichtig war. Freund Gerhard brachte mir noch eine Suppe vorbei und danach verkrümelte ich mich für zwei Stunden in mein Zelt. Richtig schlafen konnte ich nicht, aber der Halbschlaf wird mir schon gut tun, ich kenne mich ja. Zudem würde es nach der Pause ja auch langsam ins Morgengrauen übergehen und da kommen, bei mir zumindest, wieder Lebensgeister zurück.

Gesagt getan, Celine weckte mich um 3:45 Uhr wieder und ich kroch aus dem Zelt hinaus. Es war ziemlich kalt und ich fror und so beschloss ich, mir erst einmal wärmere Klamotten anzuziehen. Rauf aufs Rad und im ersten Drittel der Strecke bei den österreichischen Freunden vorbeischauen, um noch eine Kaffee zu trinken.

Hellwach und voller Tatendrang fuhr ich dann los, um mit einem guten Gefühl im Bauch, die zweite Hälfte der Radstrecke anzugehen. Das leiche Bergaufstück ging auch schon wieder ganz gut, über die abgesperrte Straße und dann leicht bergab ins Rognerbad. Am Eingang zur Anlage war ein zweiflügeliges Eingangstor (bei der Veranstaltung natürlich offen) und die Straße war mit Pylonen zweigeteilt mit "Linksverkehr" !! Genau in dieser Ecke kamen mir Teilnehmer entgegen und ganz kurz wurde ich geblendet, war aber schon ein paar mal so und ist immer gut gegangen.

Diesmal aber, als ich den ersten Blick wieder frei hatte, habe ich innerhalb von Sekunden die falsche Entscheidung getroffen. Ich bildete mir ein, auf der rechten, also auf der falschen Spur zu sein. Pylonen habe ich in diesem Moment überhaupt nicht gesehen, stattdessen links von mir eine Spur. Hätte ich eine halbe Stunde länger Pause gemacht, wäre dieser Trugschluß nie zustande gekommen, denn die einsetzende Morgendämmerung hätte mich nie auf die Idee gebracht, den links von mir erwähnten Weg anzulenken.

Denn der Weg war in Wahrheit der Gehweg mit einer gehörigen Bordsteinkante.


Den Aufschlag den ich dann erlebte, spüre ich heute noch in Form der gebrochenen Rippen und des gebrochenen Schlüsselbeins. Ich konnte nach dem Aufschlag noch nicht einmal schreien, weil mir die Luft weggeblieben ist. Als ich die ersten stöhnenden Schreie loslassen konnte, war auch sofort ein Teilnehmer bei mir, ein zweiter sagte dann auch gleich im Ziel Bescheid und innerhalb kürzester Zeit waren Helfer und der Arzt vor Ort. Der Rettungswagen hat dann doch etwas länger gebraucht, was aber für mich nicht schlimm war, wollte ich doch erst mal keinen haben und eigentlich den Wettkampf fortsetzen!! (lach mich im nachhinein tot)

Also ab ins Krankenhaus und zur Sicherheit die Telefonnummer einer Helferin notiert, weil ich mit ihr abgesprochen hatte, dass sie mich wieder aus dem Krankenhaus abholt, sollte sich die Verletzung als doch nicht so schwer heraus stellen, damit ich weiter machen konnte. Letztendlich erwies sich das natürlich als Hirngespinst von mir, denn nach dem Röntgen war klar: Ich bin ein "Triple-Man", denn ich hab mir innerhalb von 12 Monaten zum dritten mal ein Schlüsselbein und Rippen gebrochen, wenngleich auch diesesmal die linke Seite.

Also das Aus :(

 

Ich glaube, jeder der mich kennt und diesen Bericht liest, kann sich nur ansatzweise (und das meine ich auch wirklich so) vorstellen, wie es jetzt in mir aussieht. Die ganze Planung, meine Challenge, 26 Wettkampf-Ironman und 4 Trainings-Ironman-Distanzen in 10 Wochen zu absolvieren, die unzähligen Trainings und und und, alles für die Katz.

Ich hatte nun im Krankenhaus die Wahl, starkes Schmerzmittel (Schmerzen hatte ich zur Genüge) und da bleiben, oder leichtes Schmerzmittel und ich kann entlassen werden. Ich entschied mich für die zweite Möglichkeit und lies mich von der freundlichen Helferin abholen. Sie sagte mir dann auch, das über X-Umwege mein Frau schon Bescheid wisse, worauf ich natürlich erst  mal kurz zu Hause angerufen habe um sie etwas zu beruhigen. In Bad Blumau, als ich dann alleine war, hab ich sie dann ein zweites mal angerufen und erst da bin ich dann völlig außer Fassung geraten und konnte vor lauter Weinen fast nichts erzählen.

Ich beschloss dann möglichst etwas zu schlafen, um noch in der Nacht die Heimreise anzutreten (zum Glück haben wir jetzt ein Fahrzeug mit Automatik). Meine Betreuer halfen mir dann auch am Abend das Auto wieder zu packen und ich begab mich dann erst mal in den Zielbereich um mich von allen zu verabschieden.

An dieser Stelle möchte ich mich bei der Organisation, insbesondere bei Gerald Zettl bedanken, dass ich Teil dieser aussergewöhnlichen Veranstaltung sein durfte. Ein herzliches Dankeschön geht an alle, die mich während des Wettkampfes auf eine Art und Weise betreut haben, die man in Worte nicht fassen kann. Der größte Dank geht an meine Frau, denn ich weiss, wie es in ihr ausschaut. Insbesonders hat sie in den letzten 12 Monaten viel, nein schon übermenschlich viel ertragen müssen. Bei jeder Trainingsfahrt hatte sie höllische Angst, es könnte wieder etwas passieren, dass vielleicht auch schlimmer sein könnte als Schlüsselbein- bzw. Rippenbrüche.

Morgen, am 13.7. (zum Glück kein Freitag) werde ich nun am Schlüsselbein operiert, was eigentlich das Saisonaus bedeutet. Ein Start in Lensahn kommt in keiner Weise, wie auch die Teilnahme am Double-Deca in der Schweiz, in Frage. Es ist aber, nach ersten e-mails mit Freund Carsten Sacher, (Mitorganisator Double-Deca) ein kleines Licht am Ende des Tunnels aufgegangen. Wenn aus heilungstechnischer Sicht nach einer 6-wöchigen Pause, ich aus ärztlicher Sicht ein "hellgrünes Licht" bekommen könnte, ist vielleicht, aber auch wirklich nur vielleicht, noch etwas zu retten.

Ich halte es mal mit dem Spruch vom Kaiser: "Schaun mer mal"