Sonntag, 8. Oktober 2017

Deca Mexiko


"Mein Weg zum Deca-Ultra-Ironman"

Nun ist er da, der Wettkampf, in dem ich mein erstes "Lebensziel" einen 10-fach Ultra-Ironman, unter "Halbwegsvoraussetzungen" bestreiten werde. Buchs 2016 war ehrlich gesagt nicht realistisch und den Start dort werte ich noch nicht einmal als "Versuch" Hier der Bericht dazu und das Resümee.

Hier werde ich so gut ich kann, täglich aus Mexiko berichten, zumindest die Zeiten sollte ich eintragen können. Ich fühle mich insoweit fit, dass ich guten Mutes bin, mein Ziel: "ONLY FINISH IS THE GOAL" erreichen kann, wenngleich die diesjährigen Probleme sich längst nicht gebessert haben.

Meine Frau wird auf meiner Facebook-Fanseite "Mein Weg zum Deca-Ultra-Ironman" wieder täglich berichten, Bilder online stellen und ich mich vielleicht das eine oder andere mal per Videobotschaft melden. Ich hoffe, das ihr mir kräftig die Daumen drückt und mich damit unterstützt, denn wie ich in der Schweiz (Quintuple-Buchs 2017) gemerkt habe, hilft das sehr! "never give up"


Hier im Bild das Ausmaß der Verletzungen der letzten 3 Jahre mit dem Resultat, auf der rechten Seite bin ich über einen Zentimeter schmäler als auf der linken Seite und links habe ich eine muskuläre Disbalance von über 5% gegenüber rechts. Die rechte Seite stört mich besonders beim Schwimmen und beim Radfahren, aber Gott sei Dank bekomme ich die Platten noch in diesem Jahr wieder heraus und hoffe, dass dann alles etwas besser wird. In Leon muß ich aber leider damit noch leben.



Der Wettkampf: Deca-Ultra-Ironman (10 Tage - 10 Ironman's)


Das Schwimmen

Tag1: 01:49, Tag2: 02:01, Tag3: 01:58, Tag4: 01:56, Tag5: DNF, Tag6: DNS, Tag7: DNF, Tag8: DNF, Tag9: DNS, Tag10: DNS Tagesergebnisse: 16:32:55 / 16:49:45 / 16:37:36 / 17:05:22 Gesamt: 67:05:38

Der "tägliche Einzeiler:

Die Höhe (1800 Meter) von Leon macht mir enorme Probleme, aber Tag1 ist geschafft.Trotz der etwas schlechteren Zeit, fühle ich mich ein wenig besser am Tag2. Am Tag3 habe ich mich etwas "aklimatisierter" gefühlt. "Rabenschwarzer" Tag4 auf dem Rad. Nach 100 Metern Schwimmen war heute der Tag5 beendet. Die Schulter spielte nicht mehr mit. Ich versuche jetzt mit einem Tag Pause und Physiotherapie das in den Griff zu bekommen. Aus einem Tag sind jetzt zwei geworden und ich hoffe auf morgen. Die Versuche am Tag7 und Tag8 blieben Versuche und ich beendete damit den "Deca-Traum".

Die Analyse:

Seit November 2015 quäle ich mich nun mit den oben abgebildetet Verletzungen beim Schwimmen herum. Meine "Ironman-Schwimmzeit" (Bestzeit im Training auf 3,8 Km 1:19) hat sich nun in Mexiko um über 40 Minuten verschlechtert, von den Schmerzen beim Schwimmen mal abgesehen. Es ist frustrierend und die Frage stellt sich, warum tue ich mir das an.
Die Antwort beschreibe ich mal in zwei Sätzen. 1. Viele Wettkämpfe in den vergangenen zwei Jahren hatte ich ja gebucht und verfallen lassen wollte ich sie natürlich nicht. (Es bestand ja zwischenduch Hoffnung, da eine gewisse Besserung immer wieder mal eingetreten war) 2. Mir läuft die Zeit davon, denn für das was ich noch vor habe und realisieren werde, ist es nun mal wichtig, auch Wettkämpfe zu bestreiten. Wie will ich sonst zukünftigen Sponsoren glaubhaft machen, dass das was ich machen will auch realisierbar ist.
Die Hoffnung liegt jetzt beim 21. November. An dem Tag werden beide Platten an den Schlüsselbeinen entfernt und alle "Fachmänner" haben mir versichert, ab da geht es wieder aufwärts. "Die Hoffnung stirbt zuletzt"

Das Radfahren

Tag1: 08:14, Tag2: 08:36, Tag3: 08:12, Tag4: 08:54, Tag5: DNF, Tag6: DNS, Tag7: DNF, Tag8: DNF, Tag9: DNS, Tag10: DNS

Inklusive Wechselzeit ;) 

Das Radfahren in Leon ist so eine Sache für sich. Die Strecke führt um einen "Freizeitpark" und ist zu 60% eine Holperpiste, zum Teil mit vielen Schlaglöchern. Die ersten Tage gab es auch sehr viele Plattfüße und mich hat es auch 3 Mal erwischt. Beim ersten Defekt stellte ich fest, dass ich auch noch die falschen Schläuche (mit kurzem Ventil) dabei hatte. Unter der Woche ist die Strecke an und für sich kein Problem, du kämpfst da nur mit den ganzen Viechern, die sich auf der Strecke bewegen, aber am Wochenende ist hier die Hölle los. Zur Krönung mußte ich am Samstag auch noch zwei Mal stoppen und warten, weil parallel andere Wettkämpfe auf der Strecke ausgetragen wurden. Aber es mußten ja alle mit der Radstrecke leben und fahren. Fakt ist, der Rheindamm ist mir lieber ;)
Mit der neuen Positionierung auf dem Kuota bin ich super zurecht gekommen und beschwerdefrei vier Mal 180 Kilometer gefahren. Ich habe die Sattelneigung vorne ein wenig nach unten verändert und den Auflieger 1 Zentimeter unterfüttert, so das ich wesentlich bequemer auf dem Rad liege. Mit dem Cervèlo wird das Einstellen während eines Wettkampfes freilich noch leichter.
Die Radzeiten sind insoweit ok für mich, beinhalten sie doch die zwei Wechsel und die größeren Verpflegungspausen. Schnell war ich sowiso auf dem Rad noch nie, das wird auch die neue Wunderwaffe nicht ändern, oder doch ;) wir werden sehen!

Das Laufen

Tag1: 06:23, Tag2: 06:10, Tag3: 06:07, Tag4: 06:15, Tag5: DNF, Tag6: DNS, Tag7: DNF, Tag8: DNF, Tag9: DNS, Tag10: DNS

Nettozeit 

Dass das Laufen mir am Anfang so viele Probleme mit der Höhenluft bereitet hat, hätte ich nicht für möglich gehalten. Ich bin ja 2003 und 2005 als Zuschauer bei der Tour de Frace in den Bergen gewesen, die legendären Pässe hochgefahren und die hatten einige Höhenmeter mehr. (Galibier 2600 Meter). In Leon konnte ich am ersten Tag gerade mal 100 Meter am Stück laufen und mußte dann wieder gehen um Luft zu bekommen. Ich gewöhnte mich aber Tag für Tag besser daran, was man auch an den Zeiten sieht.
Am dritten Tag konnte ich sogar drei Runden vor dem Ziel Giorgio Alessi überholen, was mir zu diesem Zeitpunkt richtig gut "im Kopf" tat, denn ich hatte vorher schon zwei Teilnehmer überholt und an diesem Tag damit die rote Laterne abgegeben. Da Giorgio ja kein Unbekannter ist, (weiter unten habe ich ein Bild mit ihm zusammen online gestellt) hat es mich um so mehr am nächsten Tag geschockt, als er beim Radfahren in einer gemeinsamen Pause zu mir sagte, "I stopp the race, i have no fun" und das Hantuch geschmissen hat.

Ich bin mir sicher, dass ich ab Mitte des Deca locker wieder meine "Durchschnittsultrazeiten" von unter 6 Stunden gelaufen wäre, aber leider konnte ich das durch das DNF nicht mehr bestätigen.

Das abschließende Resümee:

 

Wir sind guten Mutes aber mit Zweifeln nach Mexiko geflogen und letztendlich haben sich die Zweifel bewahrheitet. Ich habe mir bei beiden Triple-Ultras mit je 11,4 Km Schwimmen ganz schön meine Schultern beansprucht. (Die Ärzte haben mir das mal genau erklärt wieso das so ist) In Buchs beim Quintuple bin ich mit Ach und Krach noch durchgekommen und ich denke, ich habe danach mit dem "nicht mehr im Training schwimmen" den Grundstein für das "Aus" in Mexiko gelegt. Also eine Fehlentscheidung schon vor dem Wettkampf.
Ich habe am sechsten und am siebten Tag (auch mit Schmerzmitteln) noch mal versucht einzusteigen, aber leider ohne Erfolg. 1. hat sich meine "Schmerzresistenz" natürlich gesenkt und 2. fehlte natürlich das Wichtigste, das Wettkampf-Adrenalin, das Bewusstsein auf das mögliche finish des Decas war weg.
Trotzdem schließe ich meinen Frieden mit dem "Todo-Triathlon" in Leon, denn hier ziehe ich mich mal an den Sprichwort hoch: "Was uns nicht tötet, macht uns noch härter". Ich habe nicht aufgegeben, wie bei den anderen Wettkämpfen des Jahres auch, sondern die Vernunft, sich für die Gesundheit zu entscheiden, hat gesiegt und das ist auch gut so.
Genug Zeit hatte ich ja jetzt in Leon, meine Strategie für die nächsten zwei Jahre neu zu ordnen und ich habe einen Weg aus der Misere (zumindest für mich) gefunden. Sobald ich wieder in Deutschland bin, führe ich erste Gespräche und es wird sich schnell herausstellen, ob der NEUE "Mein Weg zum Deca-Ultra-Ironman" sich für nächstes Jahr in Buchs umsetzen lassen wird.



Im Bild mit "Ultralegende" Giorgio Alessi (auf dem Badeverbotschild ist das "no" leider ausgeblichen) Giorgio ist der einzige Mensch, der als Solostarter den "Uberman" gefinisht hat. Er hat 2013 den Triple-Deca in Italien organisiert und ist auch schon mal von London nach Dover gelaufen, um danach den Ärmelkanal zu durchschwimmen und mal eben mit dem Rad anschließend nach Paris zu fahren!


Im Bild mit meinen Facebook-Freunden Dolph Hoch IV (links) und Chet Blanton (rechts). Chet ist ein Ultratriathlon-Urgestein, der auch schon am Triple-Deca teilgenommen hat und Dolph ein Amerikanischer Ex-Elitesoldat. Er ist einer von 8 "Specelforses-Soldaten", der es jemals in der 40-jährigen Geschichte geschafft hat, 7 Tage ein Survival-Training hinter "feindlichen Linien" zu bestehen, ohne gefasst zu werden!


Das im Ultratriathlon auch eine gewisse "Intellektualität" vorhanden ist, beweist nicht nur unser NWA-Ehrenmitglied Prof. Dr. Beat Knechtle, sondern auch die "Deca-Ironmänner" im Bild (mitte) Jorge Ariel Rodriquez (Argentinien) als Chirurg mit Professoren-Titel und (rechts) Joey Lichter (USA) mit Chemie Professoren-Titel. Also, auch die "Intelligenz" betreibt Ultratriathlon!


Eine super Überraschung gab es auch am 22. Oktober für meine liebe Frau. Zu ihrem Geburtstag hat Martha, die Frau des Organisators Beto Villa, Blumen besorgt und einen wirklich guten Kuchen gebacken. Die Herzlichkeit, Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit des ganzen Organisations-Teams möchte ich hier wirklich mal hervorheben. Vielen lieben Dank, es war wirklich schön bei Euch.


Im Bild mit Wayne Kurtz, dem Mann, den ich zu verdanken habe, das ich "Ultratriathlet" wurde. Mit seinem Buch "Stronger than Iron" hat er mich so begeistert, das ich 2014 mit diesem Sport angefangen habe. Im März haben wir uns in Florida dann persönlich kennen gelernt und jetzt in Mexiko wieder getroffen. UND, es wird nicht das letzte Wiedersehen gewesen sein.


Freitag, 6. Oktober 2017

Cervèlo P5X

Erste Fahrberichte 




Update 8. April 2018: Der "Simply-Faster-Test" und die erste 100 Kilometerfahrt.
Dadurch, dass die Batterien an den Power-Tab-Pedalen leider leer waren, ist der Test nicht 100-prozentig verlaufen, wenngleich ich natürlich schon versucht habe, "vergleichbar" zu fahren. (Standartrunde mit ca.25 Km) Das Ergebnis mit einem über 4 Minuten schnelleren Cervelo liegt auch sicher an der "grünen Welle" die ich hatte und mit 155 Watt Durchschnittsleistung fahre ich eigentlich immer, also schon alles realistisch. Mit 117 Kilometer habe ich dann auch die erste "größere Ausfahrt" mit dem P5X gemacht und ich bin mehr als zufrieden mit dem Rad. Ich freue mich jetzt auf den ersten Wettkampf mit der Maschine und so wie es aussieht, wird es der Double-Ironman in Bad Blumau Anfang Juli sein.

Update 15. März 2018: Heute wollte ich die erste längere Einheit mit 85 Kilometern auf meiner "Hausstrecke" durch das Hirschbachtal radeln, hat aber leider nicht funktioniert, denn der Akku der Schaltung war leer. Wie konnte das sein? Wahrscheinlich war der Schaltknopf von Dienstag auf  Mittwoch, als das Rad im "Auto übernachtete" am Sitz angelehnt und so hat er sich wohl entladen.
Normalerweise wäre die Fahrt also nach wenigen hundert Metern beendet gewesen.
ABER es ist ja eine Sram Red Etap-Gruppe montiert.
Also, kurzerhand den Akku des Umwerfers mit dem der Schaltung getauscht (Dauer ca. 1 Minute) und schon ging es weiter. Zwar nicht mehr die lange Tour, (durch den Gegenwind und den Berg, der im Weg steht, hätte ich ja den Umwerfer für's kleine Kettenblatt benötigt) aber für eine normale 30 Kilometer Ausfahrt hat es dennoch gelangt.

Cervèlo P5X mit einer elektronischen Sram Red Etap-Gruppe, Scheibenbremsen, Rotor-Kurbel mit Wattmessung, Adamo Sattel und Enve Ses 7.8 Laufrädern.
Zur den Homepagen von Cervèlo - Sram - Rotor - ISM-Adamo - Enve.


"Awesome amazing Bike"

Nicht mehr und nicht weniger ist die Aussage nach den ersten beiden Trainingsausfahrten mit dem neuen Rad. Ich hatte ja das "Glück", das Rad beim Sturmtief "XAVIER" an einem Tag zu fahren. Davor hatte ich eigentlich die meisten Bedenken, dass das Bike enorm "windanfällig" sein wird. Aber Pustekuchen, mit dem Teil fahre ich genau so, wie mit meinem Rad "wenn der Wind mal bläst". Selbst Böen steckt das Cervèlo relativ gut weg. Den Namenszug "simply faster" trägt das P5X auch nicht umsonst, aber das teste ich noch mit einem direkten Vergleich über die Wattsteuerung gegenüber dem "Airon-Bike" aus, sicher aber erst im Frühjahr. An die Schaltung werde ich mich sicher noch gewöhnen, schaltet aber perfekt und lässt keinen Wunsch offen. Die Geräusche, die die Ventile bei holprigen Untergrund abgeben, bekommt Christoph sicher in den Griff, ansonsten fährt das super steife Rad sehr ruhig und "schnurrt" mit einem richtig schönen "Carbonsound" vor sich hin. Die Bremsen greifen richtig gut, fast schon zu gut, ist halt wie vieles neues Gewöhnungssache.

Ich werde sicher nach ausgedehnten Testfahren noch mehr über meine Erfahrungswerte schreiben. Hier nur ein erster Test.

"Das Fitting"

Die Verstellmöglichkeiten, insbesonders die des Vorbaus, die ein "Hauptkaufgrund" waren, sind einfach "Weltklasse" aber hier lasse ich in den nächsten Wochen die Fachmänner Christoph Schwert und Jürgen Trapp mit "O-Tönen" sprechen. Das Fitting durch Sporteffekt findet bei Triathlon.de in Nürnberg statt.

"O-Ton Christoph": Für ein so hohes Maß an Systemintegration ist das P5X tatsächlich extrem simpel anzupassen und umzubauen. Sehr durchdachte Detaillösungen machen etwa die Höhen- und Neigungsverstellung der Extansions kinderleicht. Man kann für einen so hohen Preis natürlich auch einiges erwarten, bekommt aber auch wirklich außergewöhnliche Technik geboten.

"O-Ton Jürgen": Ja den Worten von Christoph kann ich mich nur anschließen. Es ist schon auch eine Ehre wenn jemand mit so einer "Waffe" zu Sporteffekt zum Bike Fitting kommt. Das Bike ist auf jeden Fall ein Highlight in meiner Bike Fitter Karriere. Glaub kaum ein anderes Rad lässt sich so einfach und exakt auf den Atlethen einstellen. Bernhard, danke für dein Vertrauen in mich wünsche dir viel Erfolg. .... Ausreden gibt es mit so einem Geschoss jetzt nicht mehr!


"Das erste Fazit"

Ich weiss, das Cervèlo P5X, trennt die Triathlonwelt in zwei Lager und wie bei keinem anderen Rad so krass. Zwischen wunderbar bis pothässlich und geht gar nicht, gibt es wenig normale Meinungen. Das "no go-Lager" habe ich schon vor dem Kauf des Rades in drei Gruppen eingeteilt und die Meinung wurde nach den ersten Postings verstärkt. Ich kann nur soviel sagen: 

 

Der ganze Ärger in Bezug auf die Beschaffung des Bikes ist nach den ersten Fahrten nicht mehr existent und wie weggeblasen. Ich freue mich wie ein Schneekönig auf das kommende Frühjahr und die ersten Wettkämpfe die ich mit dem P5X bestreiten werde (Fortsetzung folgt).

 

Im Bild: Das Cervèlo P5X noch nicht fertig gefittet und noch ohne die Rotor-Kurbel

Sonntag, 1. Oktober 2017

September 2017

Der September-Trainingsmonat

Meine "Trainingsfaulheit" in Bezug auf das Schwimmen gipfelte in diesem Monat mit einer indiskutablen Leistung. Ich muß diesen Satz aber auch gleich wieder revidieren, denn meine Schulterprobleme und die daraus resultierenden Schmerzen beim Schwimmen lassen mich einfach nicht los.
Ich lasse die Schlüsselbeine jetzt zeitnah röntgen, um baldmöglichst die Platten entfernen zu lassen, in der Hoffnung, dass es dann wieder besser wird. Gespannt, wie sich die Probleme in Mexiko auswirken.

Das Motto des nächsten Monats: "never give up"


Die Distanzen im September:
8 Km Schwimm
1012 Km Rad (Spinning)
271 Km Lauf
130 Km Kraft (13 Stunden)
1421 Km Gesamt (Zu den Wochendetails hier klicken)

Am 14. Oktober ist es dann so weit, wir besteigen den Flieger nach Mexiko. In Leon gilt es dann, vom 18.-27.10.17, meinen ersten "Lebenstraum", einen Deca-Ultratriathlon zu finishen, in die Tat umzusetzen. Super Nachrichten in Bezug auf das Cervelo P5X sind auch zu vermelden. Nach 10-monatiger Wartezeit ist das Teil endlich da und wird kommende Woche von Christoph, Jürgen Trapp und mir gefittet.

 

 

Ein riesiges Dankeschön an unsere gesamte Nordic Walking und Lauf-Abteilung, und hier inbesondere an unsere NW-Abteilungsleiter Hubert Mahlich und Bernd Benfer. Die Organisation unseres Nordic Walking Technik Trainings mit dem 5-fachen Weltmeister Michael Epp war eine geniale Sache. Die einhellige Meinung aller Teilnehmer, "das kann man nicht besser organisieren" und es wird wohl auch nächstes Jahr eine Veranstaltung in dieser Art geben, warscheinlich schon im Frühjahr!

 

"You never walk alone", wir haben was tolles abgeliefert !!!

 


Wie oben beschrieben, habe ich heute die Schlüsselbeine röntgen lassen und im November kommen endlich die Platten raus.


Montag, 25. September 2017

Fuhrpark

"Mein Fuhrpark" Stand September 2017

Winter-Rad

Alter "Tretwerk-Alurahmen" mit Campagnolo-Chorus-Ausstattung. Montiert mit Schutzblechen, Lichtanlage, Adamo Sattel und einer Schwalbe Marathon-Plus Bereifung. (Seither keinen einzigen Platten mehr im Winter auf Rollsplitt gefahren) Ich nutze das Rad auch bei einer windigen und regnerischen Wetterlage, weil das Kuota bei Wind schwierig zu fahren ist. Das Rad ist jetzt nicht der "Brüller", aber es erfüllt seinen Zweck und es ist ein echtes "Triathlon-Rad". (Ich nehme es sogar zu manchen Wettkämpfen mit)

Trecking-Rad

Viel zu wenig genutzt das gute Teil, wird es jetzt sicher mehr zum Einsatz kommen, denn der Weg zur "Arbeit" in's Powerfull Personal EMS-Training Nürnberg ist bequem damit zurückzulegen.
Den einen oder anderen Einsatz im kommenden Winter wird das Rad sicher auch erleben, aber da ist ja noch ein wenig Zeit. Das Rad bekommt zunächst eine dringend benötigte Wartung, denn es ist mit Sicherheit 3-4 Jahre nicht bewegt worden. Übrigens ist das Rad mit Packtaschen ausgerüstet und hat schon zwei Mal den 100 Kilometerlauf in Biel in der Schweiz als Begleitfahrzeug gefinisht.

Schlechtwetter-Rad

Der Kuota Kalibur Carbonrahmen ist mit einer elektronischen Campagnolo Athena ESP Gruppe, Adamo Sattel, 80 Millimeter Campagnolo Bullet Laufräden, Lichtanlage und Schutzblechen aufgebaut.
Das Rad habe ich über die Jahre mehrmals umgebaut. Ich weis es noch wie heute, (den Rahmen habe ich mir nach Norman Stadlers Hawaii-Sieg 2004 besorgt) was das für ein Hingucker war.
Das Kalibur nehme ich grundsätzlich als Ersatzrad mit zu den Ultratriathlons, da ja beim Double und beim Triple, grundsätzlich in der Nacht gefahren wird.
Das Rad hat alle Höhen und auch alle Tiefen meiner Triathlon-Karriere mitgemacht, Stürze, zum Teil schwere Stürze, überlebt. Es ist auf Deutsch gesagt praktisch unverwüstlich. Es gab eine Zeit (2007-2012) wo ich relativ wenig mit Triathlon am Hut hatte und da hätte ich fast das gute Stück an einen Vereinskollegen verkauft. Gott sei Dank hat er den von mir geforderten Preis nicht zahlen wollen, so ist die Triathlon-Maschine im Haus geblieben und das ist auch gut so ;)

Trainings-Rad

"Airon" Carbon-Rahmen in "Never Walk Alone Nürnberg Edition" mit einer elektronischen Campagnolo Chorus ESP Teil-Gruppe, Rotor Kurbel, Powertap Pedale mit Wattmessung, Adamo Sattel, vorne 50- hinten 105 Campagnolo Bullet Laufrädern (für hinten habe ich auch noch ein 50 Millimeter Laufrad)
Das Rad ist ein "echtes Unikat. Es wurde von meinem Vereinsfreund Akos Majzer aufgebaut und auf unserem Verein "Never Walk Alone" getrimmt. Akos, der sich im Moment "Grenzenlos" um die Welt bewegt, hat mir den Rahmen 2014 überlassen und ich habe es 2015 dann zusammengestellt und als Wettkampfrad genutzt. Das es nach nur einer Saison zum "Trainings-Rad" degradiert wurde, hat es in keiner Weise verdient, denn es ist für mich wie ein Maasanzug und fährt sich richtig gut und ich nutze es für die kürzeren Trainingseinheiten natürlich weiter.

Wettkampf-Rad


Cervelo P5X mit einer elektronischen Sram Red Etap-Gruppe, Scheibenbremsen, Rotor-Kurbel mit Wattmessung, Adamo Sattel und Enve Ses 7.8 Laufrädern (70- und 80 Millimeter)

Mein Flaggschiff, mit dem ich hoffentlich viel Freude haben werde. Es hat lange, sehr lange gedauert bis es endlich da war und mit dem "ersten in der Hand halten" war aller Frust des Wartens vorbei.

In den nächsten Tagen wird das Rad nun von Christoph Schwerdt und Jürgen Trapp gefittet und ich hoffe, ich kann noch vor dem Start in Mexico (Mitte Oktober Deca-Ultratriathlon) einen ersten "Fahrbericht" online stellen. Zum Einsatz in Mexico wird es allerdings nicht kommen, da erstens die Zeit für ein vernünftiges Einfahren fehlt und mir die Strecke dort einfach zu gefährlich ist. (Ich habe da genügend Geschichten von Freunden mitbekommen). Außerdem fehlt mir noch der Koffer für das Rad und zweimal umsteigen beim Flug ist mir einfach zu unsicher.

"Sommerbild" noch mit zwei Triathlon-Rädern.


Montag, 18. September 2017

24 Std. München

24 Stunden Lauf in München

Der 24 Std. Lauf in München, der vom Mai auf den September verlegt wurde, war nicht nur auf dem "Papier" ein voller Erfolg für uns. Bernd und ich konnten unsere Altersklassen gewinnen, (war nicht schwer, wir waren die einzigen Starter) aber das ist letztendlich egal, denn Bernd konnte mit 87 Km und Reiner mir 84 Km eine super Leitung abliefern. Meine 126 Km waren das Minimum das ich laufen wollte und in Anbetracht der Probleme, die sich bei mir nach 24 Uhr einstellten, bin ich auch zufrieden.



Freitag, 1. September 2017

August 2017

Der August-Trainingsmonat

Rundum zufrieden mit dem Trainings- und Wettkampfergebnissen bin ich im August und es wurde ja mal Zeit mit diesem Gefühl, das ich dieses Jahr noch nicht so oft hatte.
Das Rad lässt weiter auf sich warten, jedoch ist jetzt der "Global-Sales-Manager" von Cervelo in meinem Fall involviert und das lässt doch wieder etwas hoffen, wobei ja bekanntlicherweise die Hoffnung zum Schluß stirbt. Jetzt heißt es, etwas regenerieren aber nur kurz, denn es stehen noch ein paar Kracher in meinem Wettkampfkalender 2017. Vom 16.-17. September steht der 24 Std. Lauf in München an.

Die Distanzen im August:
29 Km Schwimm
1883 Km Rad (Spinning)
439 Km Lauf
110 Km Kraft (11 Stunden)
2462 Km Gesamt (Zu den Wochendetails hier klicken)

"Go hard or go home" war der Leitspruch des Swissultra und ich bin nicht nach Hause gegangen, sondern habe die Prüfung, einen 5-fach Ironman bestanden. Der Focus liegt jetzt auf Mexico!

 

Buchs

 

Quintuple-Ultra-Triathlon Buchs

 
"Go hard or go home" war das Motto des Swissultra in diesem Jahr und nach einigen Pleiten, Pech und Pannen wollte ich den 5-fachen Ultratriathlon day by day nur finishen, nicht mehr und nicht weniger.
Eigentlich war die Schweiz ja nur ein Test auf meinem "Weg zum Deca-Ultratriathleten" (Leon, Mexico im Oktober), aber die Veranstalltung hat diesen Status in keinster weise verdient.
Es war, wie nicht anders erwartet, alles toll organisiert. Wir hatten uns wieder bei Familie Schöb, zu der eine herzliche Freundschaft entstanden ist, ein-gemietet und wir werden in Zukunft immer dem Ruf der Schweiz zum "Swissultra" folgen, vielleicht entwickelt sich daraus noch viel mehr, mehr wird aber noch nicht verraten. #friends.

Ich steige jetzt gleich mal in den Wettkampf-Bericht bei meiner ungeliebten Disziplin ein und muß nicht immer wiederholen, wieso das Schwimmen, auch in Zukunft, ein leidiges Problem ist und bleibt. #jaesgibtschoeneres.


Tag 1 verlief einigermaßen gut und mit einer 1:35er Zeit war ich super zufrieden, wenngleich ich wusste, dass wird noch viel langsamer. Am Tag 2 ist mir dann was passiert, was ich hier nicht näher beschreiben werde, ich hatte mir nämlich am ersten Tag einen Magen-Darm-Virus eingefangen. Das ich überhaupt gestartet bin, war schon ein Wunder aber ein DNF stand in der Schweiz nicht auf meinem Plan. Die Schwimmzeit von 1:51 zeigt auch, wie ich mich am zweiten Tag gefühlt habe. Tag 3 verlief dann schon wieder mit 1:43 fast normal, nachdem ich mich mit Imodium vollgestopft habe. Vielen Dank hier an meine Freunde Dagmar und Stephan Mayer und Nadine Zahradnik, die solche Tabletten dabei hatten. Tag 4 mit 1:44 und Tag 5 mit einer Schwimmzeit von 1:42 lagen dann wieder im Bereich, den ich für den Wettkampf in Buchs geplant hatte. Diese Zeiten lassen meine Schultern zu und damit habe ich mich abgefunden.

Ohne vernünftiges Material (da meine Auswahl eigentlich groß genug ist bzw. sein sollte) musste ich zu meinem Debüt auf der Quintuble-Distanz fahren, denn das Cervelo ist nicht da und das Airon wegen eines Schaltwerkdefektes nicht einsetzbar. Also ging ich mit dem Kuota an den Start, mit dem ich in Lensahn ja auch schon 500 Km am Stück gefahren bin. In den 5 Tagen bin ich mit dem Teil jetzt 900 Kilometer auf dem Rhein-damm geradelt und was soll ich sagen, das geht auch mit "altem Material" und der Entschluss mit meinem ältesten Radel auch in Mexico zu starten, ist in der Schweiz gefallen. #gehtdoch.


Die Zeit vom 1. Tag weicht mit 7:41 etwas aus den restlichen Zeiten ab, stand aber so in meinem Plan, täglich zwischen sieben und acht Stunden zu radeln. Tag 2 mit 8:34, Tag 3 mit 8:26, Tag 4 mit 8:21 und Tag 5 mit 8:40 waren da schon viel schlechter als erwartet und dennoch war ich froh, dass mit meinen Magenproblem überhaupt so hinbekommen zu haben. Von den täglichen 180 Km Rad liegen auf dem Rheindamm nun mal 90 Km im Wind und jeder der mich kennt weiß, Wind und Berge sind nicht so mein Ding. Schwamm drüber geschafft war geschafft und nur das zählte.

5 Tage, jeden Tag nach Schwimmen und Radfahren, galt es nun einen Marathon zu laufen, was mir ja liegt und worauf ich mich auch jeden Tag gefreut habe. Doch am ersten Tag nach der Halbmarathonstrecke hat es mich dann erwischt. Den ganzen Tag hatte ich schon Darmprobleme, konnte kaum Nahrung zu mir nehmen und musste ständig auf die Toilette. Am Abend ging es dann aber richtig los, denn selbst Getränke konnte ich nur für eine Runde behalten und mir wurde Himmellangst vor dem, was in den nächsten 4 Tagen noch kommen sollte. #running.

 

Die Zeit des 1. Tages mit 5:49 war zwar die schnellste meines Wettkampfes, ist aber leicht zu begründen, es lief halt bis knapp 30 ganz gut. Tag 2 mit 6:10 war dann ein Ausreißer nach oben, bevor sich alles normalisierte. Tag 3 mit 5:56, Tag 4 mit 5:54 und Tag 5 mit 5:28 zeigt, dass es mir von Tag zu Tag besser ging und die letzten 5 Runden auf der Laufstrecke bin ich sogar ein wenig "gerannt", bahnte sich doch ein Gewitter an und nass werden wollte ich nicht. Bei bester Gesundheit hätte ich sicher meine Marathons im 5 Stunden-Bereich absolvieren können, aber am Ende kann ich zufrieden sein, denn ich hatte mich ja durchgebissen und mein Ziel zu finishen erreicht. #ultratriathlon.

Das Zielfoto sagt eigentlich alles aus. Überglücklich habe ich meinen ersten "Quintuple-Ultratriathlon" gefinisht und was noch viel wichtiger ist, ich hätte weiter machen können und wäre immer schneller geworden. Der Swissultra war für mich ein "Sicherheits-Wettkampf" und ich habe ihn bestanden. Nach 80:57:06 Stunden (15:17, 16:51, 16:22 16:17 und 16:07) war ich im Ziel und wir werden jetzt den Flug nach Leon buchen. Mit einem richtig guten Gefühl im Bauch werde ich mir meinen "ersten" Lebenstraum, einen Deca-Ultratriathlon (10fach Ultra-Ironman) anzugehen, erfüllen. 

 

WER WEISS, WAS DA NOCH ALLES IN MEINEM KOPF IST.

 

Aufs herzlichste möchte ich mich bei meiner Frau, der besten Betreuerin der Welt, dem Organisationsteam des Swissultra, den vielen Helfern und der Stadt Buchs (deren Hilfe ich vielleicht noch brauche) bedanken. Ohne das Engagement aller Beteiligten wäre ein solcher wunderschöner Wettkampf sicher nicht möglich!

 

AUF ZU NEUEN UFERN (Go hard or go home) #youneverwalkalone



Dienstag, 1. August 2017

Juli 2017

Der Juli-Trainingsmonat

Mit einem lachenden und zwei traurigen Gesichtern blicke ich auf den Juli zurück. Lachend, weil ich meinen ersten Triple-Ironman in Bad Blumau finishen konnte. Traurig weil es drei Wochen später verletzungsbedingt in Lensahn leider nicht geklappt hat.
Das zweite "traurige Gesicht" ist eigentlich untertrieben, stocksauer wäre richtiger ausgedrückt. Die Canadische Firma schafft es Monat für Monat, mich zum Narren zu halten. Ich denke jeder weiß mit dieser Aussage was anzufangen. Sollte es im August nicht klappen, ziehe ich die Reisleine.

Die Distanzen im Juli:
31 Km Schwimm
1890 Km Rad (Spinning)
219 Km Lauf
100 Km Kraft (10 Stunden)
2240 Km Gesamt (Zu den Wochendetails hier klicken)

Das ganze Augenmerk ist jetzt auf den Wettkampf in der Schweiz gerichtet. Ich hoffe, ich kann in den noch 3 verbleibenden Wochen gut regenerieren. Der fünffach Ultratriathlon in Buchs steht Ende August an.


Lensahn

Triple-Ultra-Triathlon Lensahn

Drei Wochen nach meinem Triple in Österreich ging es also nach Lensahn, dem Wettkampf, bei dem ich schon seit zwei Jahren angemeldet war und immer wieder verschieben musste, weil ich mich jedes mal kurz vorher schwer verletzt hatte. Die Organisation hat mir freundlicherweise immer den Platz auf's nächste Jahr verlegt und dafür möchte ich mich hier noch mal auf's herzlichste bedanken, ist ja nicht üblich!! (ist halt so im Ultratriathlon, eben eine große Familie)
Am Mittwoch in der Früh um 7:00 Uhr ging es also bepackt mit drei Rädern und mit meinem Team bestehend aus meiner Frau, Lora und Megy aus Österreich los in Richtung Ostsee. Wir sind bewusst einen Tag früher als geplant gefahren, um einfach am Donnerstag noch mal Ruhe vor dem Wettkampf zu haben, denn in Blumau war mir das zu stressig, einen Tag vor dem Wettbewerb anzureisen.

Zum Wettkampf. Schon war er da, der Freitag Morgen und um 6 Uhr standen mein Team und ich im Schwimmbad von Lensahn in der Wechselzone. Ich hatte diesmal mehr als sonst Bammel vor dem Schwimmen, denn gut eine Woche vorher hatte ich mir einen Zug eingefangen, der mich kaum meinen Kopf vernünftig drehen ließ. Freilich war ich bei meinem Ostheopaten und er hatte das Ganze auch gelindert, aber vorbei war die Sache nicht.
Die ersten 3,8 Kilometer liefen dann mit 1:35 aber besser wie gedacht, doch auf den zweiten und erst recht auf dem dritten Teilstück wurde das ganze zu einer Qual.
Letztendlich musste ich wesentlich mehr Kraft als in Blumau in mein Schwimmen investieren, habe aber bis auf 3 Minuten meine geplante Schwimmzeit erreicht, freilich mit einem total lädierten Rücken, der mir im späteren Verlauf noch große Probleme bereiten sollte.

Nun beim Radfahren ging das Theater los, denn das Wetter spielte dieses Jahr beim Wettkampf richtig verrückt. Ich habe bewusst mal das Radbild genommen, das meine Frau beim ersten Starkregen aufgenommen hat, auf dem der Regen gut zu sehen ist.
Ich konnte lediglich die ersten 40 Kilometer mit der "Airon-Maschine fahren und die waren grenzwertig genug, denn der Wind kam zeitweilig in solchen Böen von der Seite, das es mich fast runtergewedelt hätte. Der einsetzende Regen hat mir dann aber die Entscheidung schnell genommen, um auf die Kuota Maschine zu wechseln. Das ich allerdings von da an nur noch mit diesem Rad fahren konnte, läßt auf die weiteren Witterungsbedingungen schließen.
Schon auf der Hälfte der Radstrecke wurden meine Rückenprobleme immer schlimmer. Sicher hat das auch damit was zu tun, daß ich 500 Kilometer mit einem Rad fahren musste, dass sonst eigentlich nur als "Nacht- und Schlechtwetter-Rad eingesetzt wird. Mehrmals in der Nacht musste ich anhalten und meinen Rücken auf der Blackroll ausrollen, die Schmerzen hatte ich damit aber nicht in den Griff bekommen.
Die erste Linderung brachte dann eine längere Pause, in der mich Dagmar, die Frau meines "Ultra-Freundes" Stephan Mayer, der auf Besuch beim Triple war, ostheopatisch die Rückenmuskulatur entspannte. Großer Dank an dieser Stelle an Dagmar und Stephan, denn ohne Eure Hilfe hätte ich sicher weit länger fürs radeln gebraucht, und ich denke, ich hätte noch nicht mal das Radfahren beenden können.
Gegen 4 Uhr in der Früh habe ich mich dann zum X-ten mal auf der Blackroll "gerade gebogen" und dabei rollte ich allerdings diesmal zu tief. Ein knacken im Lendenwirbel und mir wurde schwarz vor Augen. Ich dachte gleich noch mal runterrollen, wieder ein knacken und ich meinte, jetzt ist der Lendenwirbel wieder drinnen. Im nachhinein falsch gedacht, denn wie sich später herausstellen sollte, habe ich mir dabei wahrscheinlich zwei Wirbel ausgerenkt und ab da wurde das Radfahren zur Hölle.
Ich hatte noch zweihundert Kilometer vor mir, es begann wieder zu regnen (es hörte auch nicht mehr auf) und ich fand keine schmerzfreie Position mehr auf dem Rad. Das Absteigen für Verpflegungspausen wurde immer schwieriger und der Kampf gegen den Wind hatte mich zusätzlich generft. Zu allen Überfluss habe ich mir dann noch 4 Runden vor Schluss einen Hinterradplatten eingefahren, den ich ohne die Hilfe der zufällig vorbeifahrenden Streckenposten nie hätte reparieren können. Eiskalte Hände, nicht mehr fähig mich zu bücken und die "Kompliziertheit" des Schutzblechsystemes hätten dies für mich alleine unmöglich gemacht.
Die letzten Radrunden waren also eine "Tortur", aber aufgeben stand zu diesem Zeitpunkt nicht auf meinem Plan, obwohl es ungewöhnlich viele Teilnehmer zu diesem Zeitpunkt längst getan hatten. Letztendlich kam ich dann nach 26:50:33 ins Ziel, was gar nicht mal so weit weg war von meiner Zeit in Österreich, wenngleich ich, wie beim Schwimmen, immens mehr Energie aufwenden musste, um auch diesen Teil zu beenden.
Das Absteigen vom Rad in der Wechselzone war dann "filmreif". Ich bin kaum von dem Teil herunter gekommen und auch das nur mit irren Schmerzen. Der Arzt und das Massageteam wussten zu diesem Zeitpunkt bereits, daß ich Hilfe benötigte und sie hatten schon auf mich gewartet. Zeit hatte ich ja noch genug für das Laufen (über 24 Stunden) und ich dachte, einrenken und massieren würde mich schon wieder auf die Beine stellen. Weit gefehlt, denn selbst nach einer 3/4 Stunde Behandlung durch Arzt, Masseur und auch Dagmar war wieder im Einsatz, hatte sich keinerlei Linderung eingestellt. Ich konnte keinen Schritt mehr machen, der Rennarzt hat mir empfohlen, hier und jetzt den Wettkampf zu beenden und es ist mir in dieser Situation auch gar nicht schwer gefallen. Es ging einfach nicht mehr.

Lensahn schreibt nicht umsonst, "Europas härtester Triathlon" und ich musste mich heute geschlagen geben. Das ich einen Triple finishen kann, habe ich vor drei Wochen in Österreich bewiesen und die Gesundheit geht einfach immer vor, habe ich doch in drei Wochen einen Fünffachen zu bestreiten und da sollte ich wieder halbwegs gesund sein. Großer Dank wie immer an dieser Stelle an mein Betreuerteam, an den Veranstalter und alle Helfer. Seit 26 Jahren wird nun dieser Triathlon ausgetragen und es wird ihn auch in der Zukunft geben! (Die Deutung dieses Satzes überlassen ich jedem selbst) ;)