Donnerstag, 13. Juli 2017

Bad Blumau

Triple-Ultra-Triathlon-Weltmeisterschaft Bad Blumau


Tja nun war es da, dass Wochenende der Entscheidung. Schneller als mir lieb war, sollte es nach meinen Pleiten in Florida und Emsdetten nun endlich klappen, die ersten vernünftigen Punkte in der IUTA-Weltrangliste einzufahren. Zudem galt es, eine offene Rechnung in Bad Blumau zu begleichen, um mental mit dem Sturz und der letztjährigen vorzeitigen Saisonbeendigung abschließen zu können. Ein bisschen viel auf einmal ? zumal es mein erster "Triple-Ultratriathlon" werden sollte. Nein finde ich, ich hatte das Wort "DNF" aus meinem Wortschatz gestrichen und als einziges Ziel das Finish in der Sollzeit im Kopf und mit dieser Einstellung ging es am Donnerstag in der Früh um 4 Uhr auf nach Österreich.

Das Schwimmen ist eigentlich sehr schnell erzählt. Ich muß mich nicht ständig wiederholen, dass das Wasser und ich keine großen Freunde mehr werden. Das zwischenzeitliche "Hochgefühl" im nassen Element mit einem respektablen Ergebnis bei einem 24 Std. Schwimmen (2014) und der Bodenseequerung (2016) lies mich zwar hoffen meine Schwimmleistungen verbessern zu können, aber die drei Unfälle mit jeweils Schlüsselbein- und Rippenbrüchen habe das alles wieder relativiert.

Wie schon in den USA und auch beim Double in Emsdetten dieses Jahr legte ich eine Punktlandung auf die von mir vorgegebene Zeit hin. Nach 5:29:28 stieg ich in Bad Blumau aus dem Wasser und damit lag ich genau in meinem Zeitplan. Ich war noch nicht mal Letzter und somit waren alle Ziele für diese Disziplin erfüllt ;) Nach 26:27 Wechselzeit (Verpflegung auf allen "Baustellen" und einer kleinen Ruhepause) gings dann ab aufs Rad.

Freundlicherweise haben die Organisatoren meine "Unfallstelle" aus dem letzten Jahr von der Radstrecke entfernt und so mußten jetzt 200 Runden a`2,7 Kilometer bewältigt werden.
Ich fuhr ja, ausgerüstet mit drei Rädern, nach Österreich was sich im nachhinein als die goldrichtige Entscheidung heraus stellte. Die ersten Stunden absolvierte ich auf der "Iron-Maschine", die ich aber am späten Nachmittag gegen das "Winterrad" wechselte, denn es setzte starker Regen ein, zu dem sich am Ende ein gewaltiger Hagelschlag gesellte. Da das Regenrad auch noch mit profilierten Reifen ausgestattet ist, fühlte ich mich auf der sicheren Seite, wenngleich das Radeln bei diesen Wetterbedingungen natürlich keinen Spaß machte.

Etwas früher als geplant wechselte ich dann gegen 20 Uhr auf die Kuota Maschine, die mit Schutzblechen und einer Lichtanlage ausgestattet ist, um für die Nachtfahrt perfekt ausgerüstet zu sein. In der Nacht kam dann auch noch ein böser Nebel auf, der das Fahren bei Dunkelheit auch nicht besser gemacht hat.
Gegen 5 Uhr früh zog dann wieder eine Gewitterfront heran, die ich allerdings geschickt mit einer kurzen Ruhepause überbrückt habe. Als der Regen vorbei war, setzte ich wieder das Ironbike ein und schon auf der ersten Runde spielte die elektronische Schaltung verrückt. Also wieder auf das Kuota umgestiegen und weiter gefahren, natürlich mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch. Gegen 11 Uhr machte ich einen weiteren Versuch mit der "blauen Diva" und habe dann schnell erkannt, wo das Schaltungsproblem liegt. Der rechte Schalt-Bremshebel war defekt und für den einen Schaltvorgang pro Runde an dem ich diesen Hebel betätigen mußte, griff ich dann halt auf die Lenkerhörnchen-Schaltung zurück, nerft zwar aber es hat halt wieder funktioniert.
Ab Kilometer 300 wartete ich eigentlich Runde für Runde darauf, dass sich meine muskulären Probleme, die ich schon das ganze Jahr mit mir rumschleppe, einsetzen würden, doch nichts aber auch gar nichts war zu spüren. So überfuhr ich die 400 und auch die 500 Kilometermarke ohne Anzeichen einer Schwäche, wobei natürlich der kleine Anstieg in Richtung Rogner Bad zunehmend zu einem "Berg" wurde. An dieser Stelle muß ich mich bei meinem Osteopathen Rüdiger Aratsch auf's herzlichste bedanken, er hat mich wirklich in zwei Sitzungen wieder gerade gebogen und nur dadurch war das alles zu meistern.
Lange Rede kurzer Sinn, nach 26:19:08 war das Radfahren mit 540 Kilometern für mich beendet und stellte gleichzeitig die für mich längste Radstrecke dar, die ich jemals bewältigt habe. Wie auch schon beim Schwimmwechsel bin ich auch jetzt zum Laufwechsel hin, alles von der gemütlichen Seite her, angegangen und mit 21:57 Pause ging es jetzt zum Laufen ;)

Nach gut 32 Stunden Wettkampf gings nun auf die Laufstrecke und dass das kein Spaziergang werden wird, war mir schon auf den ersten zwei Runden klar. Beim Start herrschten 37 Grad im Schatten und die Strecke lag zu 90 % in der Sonne. Die erste Runde bin ich gegangen und die zweite Runde gelaufen um einfach zu sehen wie lange brauche ich gehend und laufend für die Runde, um dann die Strategie festzulegen, wie ich im Zeitfenster in's Ziel kommen müsste. Aufgeteilt in 4 Abschnitte (3 Mal 11 und 1 Mal 10 Runden) kam bei der Planung raus und das galt es jetzt abzuarbeiten.
Die ersten 11 Runden waren im nachhinein die härtesten, zumal ich sie zum Großteil in der Sonne laufen mußte. Immer wieder mir Gehpausen versehen rettete ich mich buchstäblich über diese Zeit und am Ende tat mir eigentlich alles weh. Nach einem kurzer Besuch bei meinen österreichischen Freunden, dem Trumer Triathlon-Team, beschlossen wir, dass ich eine Pause einlegen werde um danach vom Masseure der Truppe wieder auf Vordermann gebracht werden sollte, um den zweiten Teil meiner Strategie anzugehen. Auch bei der Nahrungsaufnahme wurde mir geholfen, es gab Bratwürste von Gerhard und eine Gemüsesuppe von meinem Freund Norbert Lüftenegger die mir sehr gut getan hat, denn das Zuführen von "Energie" war schon ein Problem auf der Radstrecke.
Nach einer Stunde Pause setzten wir also das Besprochene um und da mir meine Lendenwirbelsäule geschmerzt hat, hat mich der Masseure gleich noch eingerenkt nach der Massageaktion. Nach einem weiteren Gemüsesuppenteller gings also wieder los, die nächsten 11 Runden standen an. Was soll ich sagen, ich war wie ausgewechselt, konnte wieder laufen und meine Zuversicht, dass meine Strategie heute, hier in Bad Blumau, aufgehen würde, war wieder da. Den dritten Part machte ich genau so, weil, wieso soll ich was ändern, wenn es voll funktioniert.
Auf meinem Laufbildchen, das meine Frau auch auf Facebook gepostet hat, war ich schon 84 Kilometer unterwegs gewesen und es gibt Bilder von mir, (ich setze am Ende des Berichtes mal eines ein) die mich auf der ersten Runde zeigen. Der Unterschied ist gewaltig und stellt eigentlich das Getane auf dem Kopf. Ich dachte zu diesem Zeitpunkt oft an Robert (Neffe meiner Frau) der in Roth heute seine erste Langdistanz absolvieren wollte. Er stand zu diesem Zeitpunkt am Start und ich praktisch schon auf der Zielgeraden. Nur noch 14 Runden zu laufen zauberten mir ein Lächeln in's Gesicht und sofort kam aber auch wieder ein Schock, das ist ja noch ein ganzer Marathon!
Den negativen Gedanken einfach ausgeblendet, ging ich nun den letzten Teil meiner Strategie an, es waren ja nur noch 10 Runden zu laufen aber halt nicht in der angenehmen Nacht, sondern wieder in der prallen Sonne. Ich habe auf den letzten Runden sogar mein Laufshirt ausgezogen, weil vor lauter schwitzen und dauerndem abkühlen die Shirts ja immer nass wurden und mich überall aufgescheuert haben. 3 Runden vor Schluss habe ich dann mit Gerry (Oranisator) kurz gesprochen, der einige Wochen vor dem Wettkampf per Mail alle Starter nach ihrem "Wunschlied" für den Zieleinlauf gefragt hat meines von "ist mir Wurscht" auf "Whatever you want" von Status Quo gewechselt und schon bei dieser Absprache ist es mir kalt über den Rücken gelaufen und die Emotionen haben dann auch wirklich 3 Runden bis zum Zieleinlauf angehalten.
Mein Freund Bernhard Vogel hat Inge und mir dann auch natürlich einen unvergesslichen Zieleinlauf moderiert und ich konnte meinen Gefühlen endlich freien Lauf lassen. Nach 22:35:37 war der Laufteil des Triples geschafft und in einer Gesamtzeit von 55:12:35 war ich endlich am Ziel meiner Träume angelangt: "I am a Triple Ultra Ironman"

Zu keinem Zeitpunkt im Wettkampf hatte ich das Ziel vor Augen verloren diesen Triple zu finishen und es ist mir sogar besser gelungen, als ich es geplant hatte. Das Wort "DNF" hatte ich aus meinem Wortschatz gestrichen und das war einer der Erfolsgaranten. Schmerzen, ja die hatte ich, aber sie waren zu ertragen und das Glücksgefühl im Ziel ist mit Geld nicht zu bezahlen.

 

An dieser Stelle möchte ich mit meinen "Danksagungen" beginnen, denn alleine ist so ein Ding nicht durchführbar. Als erstes bei meiner Frau, die wahrlich einen Triple mit mir zusammen gefinisht hat. An Lora Reitblat, meiner zweiten Betreuerin, die mich oft im Nackenbereich massiert hat und zusätzlich meinen griechischen Freund "Zema" mitbetreute. An die Organisatoren und Helfer , die wieder für ein unvergesslichen Event sorgten. An meine Sponsoren und Unterstützer, allen voran Christoph Schwert, der meine Räder immer perfekt und bevorzugt vorbereitet. An die vielen Facebook-Freunde, die mir aus der Ferne die Post's meiner Frau gelikt und mir Applaus geschickt haben und nicht zuletzt an das "Trumer Triathlon Team" für ihre Hilfe, nicht nur in der Laufnacht, sondern während des gesamten Wettkampfs "Eure Freundschaft ist unbezahlbar". 

 

OHNE EUCH ALLE HÄTTE ICH DAS SICHER NICHT GESCHAFFT!


 

Der Bann ist nun gebrochen und lässt mich die vergangenen, wirklich schwierigen zwei Jahre vergessen. Die Saison ist noch lange und gespickt mit einem weiteren Triple in Lensahn, einem Quintuple (5-fach) in der Schweiz und zur Krönung einem Deca-Ultratriathlon (10-fach) in Mexico.


 

Ein großes "Dankeschön" an unsere "Lauf- und Walking-Gruppe" für den tollen Empfang nach der Rückkehr aus Bad Blumau. Die "Organisatoren" Maut und Hubert Mahlich und Bernd Benfer haben wieder alles gegeben, worüber wir uns natürlich super gefreut haben. "You Never Walk Alone"

 
Bild aus der ersten Laufrunde, die sehr "holprig" begonnen hat.

Samstag, 1. Juli 2017

Juni 2017

Der Juni-Trainingsmonat

"Job hui - Sport pfui"

So und nicht anders war der Juni. Zum zweiten mal in Folge ein DNF bei einem Ultra-Triathlon muß jetzt erst mal verdaut werden. Nur gut das mir dafür keine Zeit bleibt, damit nicht im Kopf eine Blockade entsteht.
Im Training konnte ich auch nicht alles umsetzen, vor allem macht mir meine "Schwimmfaulheit" zu schaffen. Ich hoffe und denke mal zuversichtlich, im Juli wird alles besser, den Bad Blumau und Lensahn stehen jeweils als "Triple-Ultratriathlon" an. Das wird eine ganz besondere Herausforderung für mich und mein "Team"

Die Distanzen im Juni:
20 Km Schwimm
1337 Km Rad (Spinning)
217 Km Lauf
100 Km Kraft (10 Stunden)
1677 Km Gesamt (Zu den Wochendetails hier klicken)

Seit 1. Juni nebenberuflich im "Powerfull EMS Studio Nürnberg" und seit 1. Juli freiberuflich im "McFIT Mögeldorf", jeweils als Personaltrainer, Herz was willst du mehr. Ich komme in großen Schritten meinem erklärten Ziel meiner "Trainertätigkeit" immer näher und denke, bis zum Jahresende steht alles!

 


Mittwoch, 28. Juni 2017

Personal Trainer

Der neue "Trainer-Weg"

"Neue Wege gehn" war schon immer meine Stärke und wer mich kennt, weiss dass ich das, was ich mir vornehme, auch eins zu eins umsetze.
Als ich mir im Herbst 2016 erste Gedanken gemacht habe, wie ich aus meinem sportlich Erreichten neuen "Trafic" für meinen Verein "Never Walk Alone Nürnberg e.V." generieren kann, ist eine Idee entstanden, die jetzt Mitte 2017 erste Früchte trägt.
Die 3 Säulen die ich mir vorgenommen habe stehen. Haupberuflich bei Never Walk Alone, nebenberuflich im EMS-Studio und freiberuflich bei McFit.

Nachdem ich seit 1. Juni im "Powerfull Personal EMS-Training Nürnberg" montags, mittwochs und freitags von 16:00 bis 19:00 Uhr arbeite, freut es mich auch ganz besonders, dass ich ab Juli jetzt auch bei Europas größtem Fitnessanbieter, der McFit-Kette, freiberuflich meine Dienste als Personal-Trainer im Ausdauerbereich anbieten kann.

Nach einem langen Gespräch mit dem Studioleiter im "McFit-Studio in Mögeldorf", habe ich mich entschlossen, das Angebot von "Robby" anzunehmen. Nicht zuletzt war meine langjährige Mitgliedschaft und mein Erfahrungsschatz im Ausdauersport für diese Zusammenarbeit ausschlaggebend. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit.

Das erste von 4 Zertifikaten bei der "Online-Trainer-Lizenz" ist in der Tasche und übergangslos geht es jetzt mit der Ernährungsberatung, Pilates- und dem P-Schein weiter. Im selbstgewählten Zeitraum (bis zum 31.12.18) ist dann meine fachlich qualifizierte Ausbildung abgeschlossen, um als "Personal-Trainer" arbeiten zu können.

 


Montag, 12. Juni 2017

Emsdetten

Double-Ultra-Ironman Emsdetten


Die Vorbereitung auf den zweiten Ultratriathlon der "Saison 2017" lief auf jeden Fall schon mal besser als die, die ich auf "Florida" hatte. Leider hat es mit dem Material doch nicht geklappt, denn das "Cervelo P5X" ist nicht zum vereinbarten Termin geliefert worden.

So ging es am Freitag den 9. Juni, um 6 Uhr in der Früh, mit meiner Mannschaft (meine Frau Inge und Lora Reitblat), dem Ironbike und dem "Winterrad" ab in's Münsterland.

Die Wettervorhersage sollte für das Wettkampfwochenende passen und die Zielvorgabe war klar:
"FINISH WAS THE GOAL" und nicht mal eine Zeitverbesserung gegenüber 2015 hatte ich im Sinn!

 Die ernüchternde Analyse


Ich fange mal mit der Erkenntnis an, dass ich mich sehr gut einschätzen kann und so ist auch beim Schwimmen eine Punktlandung heraus gekommen.


Ich wollte auf jeden Fall schneller sein als in Florida, wusste aber ganz genau, dass ich viel langsamer schwimmen werde als vor zwei Jahren. Durch die Radunfälle in der Vergangenheit mit insgesamt 3 Schlüsselbeinbrüchen und diversen Rippenbrüchen wird Schwimmen nie mehr richtig funktionieren.
Letztendlich kann ich mit meiner Schwimmzeit von 3:32:56 zufrieden sein und gut ist's. Das ich mal schneller schwimmen konnte weiss ich und bei den Ultras kommt es für mich einfach nicht mehr darauf an, gute Zeiten zu schwimmen, da hab ich andere "Baustellen", bei denen ich mich verbessern kann.

Mit dem Radfahren wird es jetzt schon problematischer. 


Schon in Florida stellten sich Probleme bei Kilometer 270 mit dem rechten Oberschenkel ein, die ich aber dort mit der Unterstützung von Eva (Tristan Vinzens Lebensgefährtin) wieder in den Griff bekommen hatte. Diesmal hat es schon bei 220 Kilometern angefangen und diesmal leider ohne Evas Hilfe wurden sie immer schlimmer und schlimmer. Bei knapp 300 Km verkrampfte dann der Oberschenkel so, dass ich mit dem rechten Bein ausklicken musste, um die Runde 62 noch zu Ende fahren zu können. Pause und Massage haben nichts gebracht und so musste ich hier den Wettkampf schweren Herzens beenden.

Was für eine Erkenntnis ich daraus ziehe, entscheide ich in den nächsten Tagen, freilich nicht ohne einen Arzt zu konsultieren. Trainingstechnisch werde ich sicher auch meine Konsequenzen ziehen und die Entscheidung, ob ich in Bad Blumau starten werde, treffe ich sicher mit Bedacht, denn die Saison ist noch lange und mein Bedarf an "DNF" ist für dieses Jahr am Limit angelangt und ich brauche für das, was ich vor habe, sicher kein weiteres mehr.

Mein Dank geht an meine Betreuer, ohne die so was gar nicht möglich wäre und wieder ein großes Lob an den Veranstalter und seine Helfer. Ich denke (wie alle anderen sicher auch) dass, was in Emsdetten geleistet wird, ist einmalig. Emsdetten 2019, ich komme wieder.

 

Mein DNF hat es sogar in die Zeitung geschafft :(


Mittwoch, 31. Mai 2017

Mai 2017

Der Mai-Trainingsmonat

Bis auf meine "Schwimmunwilligkeit", bin ich mit meiner Mai-Trainingsleistung zufrieden.

Durch die Absage des Veranstallters vom 24 Std. Lauf in München, bin ich am Samstag den 13.5. und am Sonntag den 14.5. jeweils im moderaten Tempo einen Marathon gelaufen. Also "lauftechnisch" alles im grünen Bereich. Knapp 1.500 Kilometer radenl ging auch problemlos, also steht dem Double-Ironman in Emsdetten Anfang Juni nichts mehr im Weg. Zumindest bin ich besser vorbereitet, als auf Florida.

Die Distanzen im Mai:
20 Km Schwimm
1480 Km Rad (Spinning)
314 Km Lauf
130 Km Kraft (13 Stunden)
1944 Km Gesamt (Zu den Wochendetails hier klicken)

Die "Unendliche Geschichte Cervelo P5X" geht weiter. Der zugesagte Liefertermin Ende Mai ist abgelaufen. Selbst wenn das Rad noch in den nächsten Tagen kommen sollte, kommt es in Emsdetten sicher nicht zum Einsatz, denn ohne es vernünftig getestet zu haben fahre ich sicher keinen Wettkampf mit dem Teil.

 

Dienstag, 16. Mai 2017

EMS-Training

Neuigkeiten von der "Personal-Trainer-Seite"


Ich bin ja dabei einige neue Trainerscheine zu machen, um mir ein zweites Standbein, neben "Never Walk Alone Nürnberg e.V.", in meinem sportlichen Bereich aufzubauen.

Seit 15. Mai ist es nun unter "Dach und Fach", dass ich ab 01.06.2017, nebenberuflich im "Powerfull-EMS-Training Nürnberg", drei mal die Woche arbeiten werde. Ich werde hier die Ausbildung zum "EMS-Trainer" machen und für's nächste Jahr plane ich diese Tätigkeit auszubauen.
Ich freue mich auf jeden Fall über die Zusammenarbeit.


Montag, 1. Mai 2017

April 2017

Der April-Trainingsmonat

Ich konnte wetterbedingt nicht meine Radeinheiten so absolvieren, wie ich es geplant hatte und zum Schwimmen konnte ich mich einfach nicht durchringen. Dass das besser werden muß steht außer Frage und ich denke das mit der "Freibadsaison" und besserem Wetter sich die Probleme von alleine lösen.

Am Personaltrainerschein muß ich noch arbeiten, aber ich denke, auch diese Baustelle wird in den nächsten zwei Monaten abgearbeitet sein.

Die Distanzen im April:
12 Km Schwimm
1001 Km Rad (Spinning)
253 Km Lauf
120 Km Kraft (12 Stunden)
1386 Km Gesamt (Zu den Wochendetails hier klicken)

Zum dritten Mal in Folge ging es im April zum Kharkiv-Marathon in die Ukrainische Partnerstadt von Nürnberg. Wieder habe ich ein 11-köpfiges Team, diesmal sogar mit Bürgermeister Klemens Gsell nebst Gattin, zusammen stellen können. Mit Irene Walz hatten wir sogar eine "Laufeinsteigerin" im Team, die ihren ersten 10 Kilometer-Wettkampf erfolgreich gefinisht hat. Einhellige Meinung, wie auch nicht anders zu erwarten, Kharkiv wir kommen wieder, denn die Gastfreundschaft der Ukrainer ist unübertroffen!

 


Samstag, 1. April 2017

März 2017

Der März-Trainingsmonat


Wo fange ich an, wo höre ich auf? Das erste Quartal 2017 ist beendet und zufrieden ist etwas anderes. Die Verletzung, die ich mir Ende Januar in Österreich eingefangen habe, (Burgenland Extrem) hat kein vernünftiges Training im Februar und März zugelassen. Deshalb ist auch das DNF beim Double-Ironman in Florida die logische Folge, die mich aber im Kopf jetzt nicht soweit zurückschlägt, dass ich diesen in den Sand stecken werde. Das ich überhaupt soweit gekommen bin (fast 30 Stunden Wettkampfzeit) grenzt alleine schon an ein Wunder und das habe ich ausschließlich der Kinesiologin Eva zu verdanken !! (Siehe Bericht)

Die Distanzen im März:
22 Km Schwimm
1161 Km Rad (Spinning)
202 Km Lauf
100 Km Kraft (10 Stunden)
1485 Km Gesamt (Zu den Wochendetails hier klicken

Ich werde meinen Fokus im April auf meine angestrebte "Personal-Trainer-Ausbildung" richten, aber den Sport natürlich als hohe Priorität beibehalten. Die Zwischenprüfung habe ich im Trainingslager auf Mallorca erfolgreich hinter mich gebracht und wenn alles funktioniert, sollte die Prüfung noch vor Charkiv über die Bühne gehen.


Sonntag, 26. März 2017

Florida

Double-Ultra-Ironman Florida

 

Da war er nun, der erste Wettkampf des Jahres und ich war so unvorbereitet wie noch nie, denn durch den Muskelfaserriss Ende Januar in Österreich, konnte ich praktisch 6 Wochen lang kein Ausdauertraining machen. Mir war klar, das wird ein schwieriges, wenn nicht sogar ein unmögliches Unterfangen werden.
Schon die Anreise war dann auch tatsächlich der erste "Ultra" den Inge und ich zu bewältigen hatten. Mit fast 25 Stunden von unserer Haustüre bis zum betreten der "Kabine" am Lake Louisa, war schon ein wenig grenzwertig. Die Unterkunft, die wir uns mit Ultrafreund Tristan mit Lebensgefährtin Eva und einem griechischen Triathleten teilten, war super, aber in der ersten Nacht einfach zu kalt, um einen erholsamen Schlaf zu bekommen, aber damit mußten wir alle leben. Am darauf folgenden Tag hatten wir alle Zeit der Welt, um uns den Wettkampfort, der in einem riesigen Park lag, anzusehen, unsere Einkäufe zu erledigen und am Abend dann die Wettkampfbesprechung mit zu erleben. Vorweg, es war alles super organisiert und ist auch so abgelaufen und deshalb schon hier der Dank an Steve und seiner Mannschaft, das kann man kaum besser machen!!!

Am nächsten Morgen klingelte schon früh der Wecker und es hieß Sachen packen, an den See fahren, dort das vom Veranstalter bereitgestellte Frühstück einzunehmen und ab in den Neoprenanzug, das Schwimmen stand an. Das Wasser hatte laut Steve "Trinkwasserqualität" (ausgesehen hat es aber wir "Cola") und auch Aligatoren waren dort beheimatet, die aber als "friendly Gator" bezeichnet wurden und ihrem Namen alle Ehre machten. 12 Runden galt es zu schwimmen, die sich aber nach einheitlicher Meinung als grenzwertig darstellten. Auf dem Bild mit Freund Laurent sieht das feuchte Nass noch ruhig aus, aber mit fortschreitender Zeit wurde dies durch den Wind immer unruhiger und zum Schluss hin sogar richtig wellig, was das ganze nicht gerade leicht machte. Nach der Hälfte der Strecke dachte ich das erste mal darüber nach, das Handtuch zu schmeißen und konnte mir nur mit Mühe dieses Vorhaben immer wieder ausreden, aber mit Erfolg, denn mit jeder der ca. gut 600 Meter langen Bahn kam das Ziel näher. Zu kämpfen hatte ich zusätzlich mit der Orientierung, denn durch den Wellengang waren die Bojen nicht immer für mich sichtbar. Im Wasser hatte ich eh keine Sicht, das war wie oben beschrieben so schwarz wie Cola und so stieg ich nach 8,25 geschwommenen Kilometern statt der geforderten 7,6 genervt und frierend wie ein Hund aus dem Wasser. "Gott sei Dank, das war geschafft" und ich hatte sogar mein Ziel, nicht als letzter aus dem Wasser zu steigen, umsetzen können..

Ich brauchte lange, sehr lange, bis ich in der Lage war, auf das Rad zu steigen, denn der Wind kühlte die gefühlte Temperatur natürlich nach unten und mir war einfach zu kalt, so dass ich am Anfang mit langen Klamotten gestartet bin. Tja was soll ich zur Radstrecke sagen, sie war genau so, wie ich es NICHT liebe, nämlich wellig und windig und damit wäre eigentlich schon alles beschrieben. Auch die Tatsache, dass ich die letzte wirklich lange Radeinheit im August 2016 !! in der Schweiz mit 180 Kilometern gefahren bin, trägt zu meinem Ergebnis bei. Zufrieden ist etwas anderes und es war wirklich ein Kampf, die 360 Km zu bewältigen. Nach 3/4 der Strecke wäre eigentlich für mich Schluss gewesen, denn der rechte Oberschenkel war komplett zu und wurde durch die "Wunderheilung" von Eva (Tristans Lebensgefährtin) mit Kinesiologie wieder schmerzfrei gemacht, so dass ich den Rest der Strecke, freilich nur auf dem kleinen Kettenblatt, fahren konnte. Es wurde schon fast wieder Tag, um auf die Laufstrecke zu wechseln, aber immer noch in einem Zeitfenster den "doppelten Marathon" zu schaffen und das hat mir zu diesem Zeitpunkt doch noch Mut gemacht, denn rechnerisch wäre zu diesem Zeitpunkt auch noch mit "wandern", um den Wettkampf im Zeitlimit zu finishen möglich gewesen. Nach einer längeren Pause machte ich mich an die Aufgabe, den Laufpart anzugehen.

Na ich will mal nicht übertreiben, mit zwei Runden gehen startete ich und erst in der dritten Runde begann ich abwechselnd zu laufen, immer mit Gehpausen versehen. Der Part beim Triathlon, der mir für gewöhnlich am leichtesten fällt, begann also sehr holprig. Mit zunehmender Dauer, wurde es nun wärmer und wärmer (heiß und heißer wären die richtigeren Worte) und ich brauchte immer wieder kurze Pausen, um mich wieder in die Spur zu bringen. Bei Km 21 hatte ich dann wieder mal muskuläre Probleme, diesmal mit den Waden und auch hier hatte die "Wunderheilerin" Eva ihre heilenden Hände im Spiel, so dass ich im Rennen bleiben konnte. Ich und meine Frau Inge sind spätestens jetzt auf dem Tripp, dass es evtl. sinnvoll wäre, wenn Inge Kurse belegen würde. Ohne Evas Hilfe hätte ich schon lange die Segel gestrichen und sie hat mich immer wieder ins Rennen zurück gebracht, freilich aber mit der Aussage: deinen Muskeln kann ich helfen aber an dem Verlust deiner Energie kann ich nichts tun. UND das wurde zunehmend mein Problem. Als es auf den ersten Marathon zu ging merkte ich schon, dass mir die Körner langsam ausgingen, doch dass das jetzt so schnell gehen sollte, sozusagen wie wenn der berühmte "Mann mit dem Hammer" zuschlägt, hätte ich nicht gedacht. Ohne einen Funken von Restenergie saß ich also nach 42 gelaufenen Kilometern da und strich entmutigt und völlig entkräftet die Segel. Der Schritt hier und jetzt den Wettkampf nach fast 30 Stunden Dauer zu beenden, wurde mir von meiner Kraftlosigkeit genommen und es ist mir in diesem Moment nicht schwer gefallen.

Ich könnte freilich zu jeder einzelnen Disziplin noch viel mehr schreiben und berichten, aber es würde letztendlich doch nichts an den Tatsachen ändern und das Groh der Geschichte ist eh erzählt. Ich blicke jetzt hoffnungsvoll auf die nächsten Wettkämpfe und kann mich hoffentlich verletzungsfrei darauf vorbereiten. Ich stecke den Kopf jetzt nicht in den Sand, denn das Jahr ist noch lange und ich habe noch einiges vor ;)

Das Resümee für den Double Ironman in Florida fällt also recht nüchtern aus. So unvorbereitet wie ich es war, an einem Ort, der klimatisch zu dieser Jahreszeit für mich in einer keinster Weise gewohnten Umgebung stattfindet, ein solches Unterfangen anzugehen, ist fast zum scheitern verurteilt. Es tröstet mich auch nicht, das ich nicht der einzigste war, der ausgestiegen ist und seinen Tribut zahlen musste. Auch meine Gedankengänge - zwischen den beiden Triple Ironmans im Juli - mal schnell für einen Double in die Vereinigten Staaten zu fliegen, sind gestorben. Es ist einfach alles zu aufwendig, denn die Rückreise ist genauso strapaziös, wie die Hinreise.


Wieder zu Hause, ein toller Empfang von unseren Nordic Walken und Läufern !!

Mittwoch, 1. März 2017

Februar 2017

Der Februar-Trainingsmonat

In Anbetracht meiner Verletzung aus dem Januar kann ich am Ende des Monats sogar noch zufrieden sein, wenngleich die dunklen Wolken am Horizont immer noch sehr düster sind.

Zweieinhalb Wochen bleiben mir nur noch bis zum ersten Wettkampf in Florida und das Ziel hat sich auf ein Minimum reduziert. Ankommmen, durchbeissen und finishen heisst es in Amerika und das wird schwer genug werden. "Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt"

Die Distanzen im Februar:
29 Km Schwimm
732 Km Rad (Spinning)
53 Km Lauf
100 Km Kraft (10 Stunden)
913 Km Gesamt (Zu den Wochendetails hier klicken

Einen kleinen Lichtblick habe ich beim Trainingslager in Mallorca doch erleben dürfen, denn die Wade hat beim Radfahren und auch bei den ersten Laufversuchen gehalten. Es war eine rundum schöne Woche auf der Radinsel und mit Triathlon.de hatte ich den richtigen Veranstalter gewählt. Ganz nebenbei habe ich schwer gebüffelt und meine "schriftliche Zwischenprüfung" als Personal-Trainer bestanden. Damit ist mir ein großer Stein vom Herzen gefallen und jetzt heisst es, sich auf den praktischen Teil vorzubereiten!