Dienstag, 12. Juli 2016

Triple-Ultra Bad Blumau

Der "Triple-Ultratriathlon in Bad Blumau" mit 11,4 Km Schwimm-, 540 Km Rad- und 126,6 Km Lauf-Kilometern, sollte also der erste "Mehrfach-Triathlon" meiner Ultratriathlon-Saison 2016 werden und das auch noch in der selben Woche, in der ich den Bodensee durchschwommen hatte!!!

Respekt ja, aber wirklich Sorgen machte ich mir nicht, vielleicht ein wenig vor dem Schwimmen, ob ich das durchziehen kann. Das Training paßte bis dahin, alle Tests habe ich gut meistern können und so ging es am Donnerstag, bepackt wie ein Esel, nach Österreich. Dort angekommen traf ich auch gleich Philipp Mayer, der mich zu diesem Wettkampf eingeladen hatte. Erster Eindruck: Geniale Location schöne Rad- und Laufstrecke, also alles prima.

Schnell fand ich auch meine französischen Freunde Laurent, Celine, Anne Sophie, Emanuel, Goulwenn und Monika, die mich während des Wettkampfs bestens versorgten. Später kamen noch meine österreichischen Freunde Gerhard, vom Tumer Triathlonverein und Gustav, vom Rogner-Bad-Tri-Team dazu, die mir auch ihre Mithilfe angeboten haben. Also um die Betreuung mußte ich mir keine Sorgen mehr machen, da meine Frau dieses mal leider nicht mitkommen konnte.

Mit Laurent, Celine und Anne Sophie gings dann um 14 Uhr zum Pizza Essen, und dann pünktlich um 16 Uhr zur Wettkampfbesprechung ins Rogner-Bad, einer von Friedensreich Hundertwasser gebauten Hotel- und Bäderlandschaft.

Mit vielen bekannten Gesichtern und vielen "Facebookfreunden", die ich hier zum ersten mal auch persönlich kennen lernen konnte, ging es nach der Besprechung zur Vorstellung der Atlethen und zu einem super Abendessen in die Hotelanlage. Allzulange hat der Abend dann aber natürlich nicht gedauert, lagen doch 3 harte Tage vor uns allen und so hiess es, früh ins Zeltlager, um möglichst viel zu schlafen. Funktioniert hat das allerdings nicht wie gewollt, denn es war eine sehr unruhige Nacht mit x-mal Aufwachen und gehörig gefroren habe ich trotz Schlafsack auch.

Um 5:45 Uhr klingelte dann der Wecker und das "Zeltlager" um mich herum wurde munter. Ab 6:30 Uhr dann das Einchecken der Räder, um dann langsam Richtung Schwimmbecken zu marschieren, wo uns die Geschäftsleitung des Hotels noch zu einem Frühstück eingeladen hatte. Am Becken dann die üblichen Absprachen mit den Mitstreitern, mit denen man auf der selben Bahn schwimmt, ab in den Neoprenanzug und in das Wasser und pünklich um 7 Uhr erfolgte der Startschuss.

456 Bahnen (25 Meter) sprich 11,4 Kilometer mussten nun geschwommen werden. Ich ging wie üblich das Ganze ganz ganz locker an, merkte aber schon auf den ersten Kilometern, dass meine am Anfang des Berichts erwähnten Sorgen völlig unbegründet waren. Die im Kopf zurechtgelegte Taktik, "Ironman für Ironman" zu schwimmen, erwies sich als die Richtige, denn so wurde die Strecke "erträglicher". Nach 3,8 Kilometern in ca. 1:30 Std. hatte ich den ersten sozusagen gemeistert und so ging es etwas langsamer in den Zweiten und Dritten. Zu keiner Zeit hatte ich beim Schwimmen ein Problem, keine einzige Verkrampfung stellte sich ein und so stieg ich nach 4:49:19 aus dem Wasser, was ich mir vorher nicht hätte vorstellen können, und das fast 40 Minuten scheller, als ich für den Bodensee benötigt hatte.

Fazit: Voll zufrieden

 

Gemütlich gings dann in die Wechselzone, um vernünftig verpflegt aufs Rad zu wechseln und die Radstrecke mit 144 Runden, sprich 540 Kilometern, in Angriff zu nehmen. Vor der Tags zuvor besichtigten Strecke hatte ich schon ein wenig Bammel, denn zwei Steigungen, nicht viel, aber da mußt du halt 144 mal auch hochfahren, was am Anfang sicher einfach aber mit zunehmender Dauer schon schwierig werden würde. Augen zu und durch dachte ich mir und mit der bewährten Taktik, die Streck auf drei "Ironmandistanzen" kurz zu reden, ging es los.

Bis Kilometer 100 lief das auch eigentlich ganz gut, aber dann stellten sich unbekannte Muskelprobleme ein, die ich mir zunächst nicht erklären konnte. Kurz vor Kilometer 180 hatte ich dann mehr Probleme damit. Im Kopf war auch nicht mehr alles so klar und so rettete ich mich in eine Verpflegungspause, die mir dann auch wieder neue Kraft gab. Einem Geistesblitz folgend, wechselte ich die Schuhe und nach schon wenigen Runden fühlte sich alles viel besser an.

Also munter weiter in Richtung Halbzeit, denn da wartete eine etwas längere Pause auf mich. Mittlerweilen wurde es auch dunkel und die Lichtanlagen an den Rädern wurden nach und nach eingeschalten. Einige Lichter erwiesen sich als etwas problematisch an der Zufahrt zum Rogner Bad. Dort war eine Vor-und Zurückstrecke und gelegentlich wirst du halt da auch geblendet. Beim Rausfahren war das nicht so schlimm, denn da ging es "bergauf", was zwangsläufig beim Reinfahren, bei der "Bergab-Passage" natürlich gefährlicher war. Ein zweiter (für mich) kritischer Punkt in der Nacht war eine Einfahrt auf eine Nebenstraße, die ich in mancher "Nachtrunde" im Schritt-Tempo gefahren bin, weil ich den Übergang einfach schlecht sehen konnte. Bis Kilometer 265 ging das alles ganz gut, wobei ich den einen oder anderen Adrenalinschub hatte.

In Runde 72 machte ich nun meine längere Pause. Die Hälfte der Strecke hatte ich, was mir für den Kopf wichtig war. Freund Gerhard brachte mir noch eine Suppe vorbei und danach verkrümelte ich mich für zwei Stunden in mein Zelt. Richtig schlafen konnte ich nicht, aber der Halbschlaf wird mir schon gut tun, ich kenne mich ja. Zudem würde es nach der Pause ja auch langsam ins Morgengrauen übergehen und da kommen, bei mir zumindest, wieder Lebensgeister zurück.

Gesagt getan, Celine weckte mich um 3:45 Uhr wieder und ich kroch aus dem Zelt hinaus. Es war ziemlich kalt und ich fror und so beschloss ich, mir erst einmal wärmere Klamotten anzuziehen. Rauf aufs Rad und im ersten Drittel der Strecke bei den österreichischen Freunden vorbeischauen, um noch eine Kaffee zu trinken.

Hellwach und voller Tatendrang fuhr ich dann los, um mit einem guten Gefühl im Bauch, die zweite Hälfte der Radstrecke anzugehen. Das leiche Bergaufstück ging auch schon wieder ganz gut, über die abgesperrte Straße und dann leicht bergab ins Rognerbad. Am Eingang zur Anlage war ein zweiflügeliges Eingangstor (bei der Veranstaltung natürlich offen) und die Straße war mit Pylonen zweigeteilt mit "Linksverkehr" !! Genau in dieser Ecke kamen mir Teilnehmer entgegen und ganz kurz wurde ich geblendet, war aber schon ein paar mal so und ist immer gut gegangen.

Diesmal aber, als ich den ersten Blick wieder frei hatte, habe ich innerhalb von Sekunden die falsche Entscheidung getroffen. Ich bildete mir ein, auf der rechten, also auf der falschen Spur zu sein. Pylonen habe ich in diesem Moment überhaupt nicht gesehen, stattdessen links von mir eine Spur. Hätte ich eine halbe Stunde länger Pause gemacht, wäre dieser Trugschluß nie zustande gekommen, denn die einsetzende Morgendämmerung hätte mich nie auf die Idee gebracht, den links von mir erwähnten Weg anzulenken.

Denn der Weg war in Wahrheit der Gehweg mit einer gehörigen Bordsteinkante.


Den Aufschlag den ich dann erlebte, spüre ich heute noch in Form der gebrochenen Rippen und des gebrochenen Schlüsselbeins. Ich konnte nach dem Aufschlag noch nicht einmal schreien, weil mir die Luft weggeblieben ist. Als ich die ersten stöhnenden Schreie loslassen konnte, war auch sofort ein Teilnehmer bei mir, ein zweiter sagte dann auch gleich im Ziel Bescheid und innerhalb kürzester Zeit waren Helfer und der Arzt vor Ort. Der Rettungswagen hat dann doch etwas länger gebraucht, was aber für mich nicht schlimm war, wollte ich doch erst mal keinen haben und eigentlich den Wettkampf fortsetzen!! (lach mich im nachhinein tot)

Also ab ins Krankenhaus und zur Sicherheit die Telefonnummer einer Helferin notiert, weil ich mit ihr abgesprochen hatte, dass sie mich wieder aus dem Krankenhaus abholt, sollte sich die Verletzung als doch nicht so schwer heraus stellen, damit ich weiter machen konnte. Letztendlich erwies sich das natürlich als Hirngespinst von mir, denn nach dem Röntgen war klar: Ich bin ein "Triple-Man", denn ich hab mir innerhalb von 12 Monaten zum dritten mal ein Schlüsselbein und Rippen gebrochen, wenngleich auch diesesmal die linke Seite.

Also das Aus :(

 

Ich glaube, jeder der mich kennt und diesen Bericht liest, kann sich nur ansatzweise (und das meine ich auch wirklich so) vorstellen, wie es jetzt in mir aussieht. Die ganze Planung, meine Challenge, 26 Wettkampf-Ironman und 4 Trainings-Ironman-Distanzen in 10 Wochen zu absolvieren, die unzähligen Trainings und und und, alles für die Katz.

Ich hatte nun im Krankenhaus die Wahl, starkes Schmerzmittel (Schmerzen hatte ich zur Genüge) und da bleiben, oder leichtes Schmerzmittel und ich kann entlassen werden. Ich entschied mich für die zweite Möglichkeit und lies mich von der freundlichen Helferin abholen. Sie sagte mir dann auch, das über X-Umwege mein Frau schon Bescheid wisse, worauf ich natürlich erst  mal kurz zu Hause angerufen habe um sie etwas zu beruhigen. In Bad Blumau, als ich dann alleine war, hab ich sie dann ein zweites mal angerufen und erst da bin ich dann völlig außer Fassung geraten und konnte vor lauter Weinen fast nichts erzählen.

Ich beschloss dann möglichst etwas zu schlafen, um noch in der Nacht die Heimreise anzutreten (zum Glück haben wir jetzt ein Fahrzeug mit Automatik). Meine Betreuer halfen mir dann auch am Abend das Auto wieder zu packen und ich begab mich dann erst mal in den Zielbereich um mich von allen zu verabschieden.

An dieser Stelle möchte ich mich bei der Organisation, insbesondere bei Gerald Zettl bedanken, dass ich Teil dieser aussergewöhnlichen Veranstaltung sein durfte. Ein herzliches Dankeschön geht an alle, die mich während des Wettkampfes auf eine Art und Weise betreut haben, die man in Worte nicht fassen kann. Der größte Dank geht an meine Frau, denn ich weiss, wie es in ihr ausschaut. Insbesonders hat sie in den letzten 12 Monaten viel, nein schon übermenschlich viel ertragen müssen. Bei jeder Trainingsfahrt hatte sie höllische Angst, es könnte wieder etwas passieren, dass vielleicht auch schlimmer sein könnte als Schlüsselbein- bzw. Rippenbrüche.

Morgen, am 13.7. (zum Glück kein Freitag) werde ich nun am Schlüsselbein operiert, was eigentlich das Saisonaus bedeutet. Ein Start in Lensahn kommt in keiner Weise, wie auch die Teilnahme am Double-Deca in der Schweiz, in Frage. Es ist aber, nach ersten e-mails mit Freund Carsten Sacher, (Mitorganisator Double-Deca) ein kleines Licht am Ende des Tunnels aufgegangen. Wenn aus heilungstechnischer Sicht nach einer 6-wöchigen Pause, ich aus ärztlicher Sicht ein "hellgrünes Licht" bekommen könnte, ist vielleicht, aber auch wirklich nur vielleicht, noch etwas zu retten.

Ich halte es mal mit dem Spruch vom Kaiser: "Schaun mer mal"




Bodensee-Querung Bernhard Nuss


Freitag, 1. Juli 2016

Juni 2016

Der Juni-Trainingsmonat

Zwar hatte ich im Juni nicht die ganze Sollerfüllung meines Trainingsplanes, aber in Anbetracht der Wetterkapriolen und der damit verbundenen stetigen Überarbeitung des Planes, bin ich mit dem Erreichten sehr zufrieden.

Jetzt beginnt die Wettkampfphase, auf die ich mich so lange vorbereitet habe, und ich freue mich richtig darauf, auch wenn das einige sich sicher nicht vorstellen können;)


Die "Highlights" im Juni waren eindeutig das "UltraMan-Training" und der "Workout-Ironman". Man muß eigentlich schon einen gehörig an der Waffel haben, solche Dinge im Training zu absolvieren, aber es kommt im August ja noch viel Härteres auf mich zu und am Vorbereitungs-Training soll es ja schließlich nicht scheitern.

Wie im Marathonbereich, muß es für mich das normalste auf der Welt sein, einen Ironman zu erledigen und das ganze Tag für Tag, 20 Tage lang;) Es wird hart werden klar, aber andere haben das auch schon gemacht und nicht nur 20 Tage hintereinander also, schwierig JA, unmöglich NEIN. Jetzt am Wochenende steht die Bodenseequerung an, über die ich hier im Blog schon einen "Vorbericht" geschrieben habe, danach Bad Blumau und Lensahn, zu den jeweiligen "Triple-Ultratriathlons" ...... DRÜCKT MIR DIE DAUMEN ..... ;)

"Not because they are easy, but because they are hard"

"I DON'T STOP WHEN I'M TIRED, I STOP WHEN I'M DONE /////// IF YOU CAN FEEL IT, YOU CAN DO IT"


Die Distanzen im Juni:
51 Km Schwimm
2042 Km Rad (Spinning)
410 Km Lauf
40 Km Kraft (4 Stunden)
2543 Km Gesamt (Zu den Wochendetails hier klicken)

Die Geschichte zum "UltraMan-Training" ist auf der Homepage hier verlinkt.

 (Die erreichten Zeiten sind schon mal in den Bildern der Polarauswertungen)

Die Geschichte zum "Workout-Ironman" ist auf der Homepage hier verlinkt.

(Die erreichten Zeiten sind schon mal in den Bildern der Garminauswertungen)

 

Die Juni-Polarauswertung mit der ersten "40 Stunden Woche" ;)



Samstag, 4. Juni 2016

Bodenseequerung 2016

Markus Sprengel und Bernhard Nuss


Seit über zwei Jahren planen wir nun schon die Bodenseequerung von Friedrichshafen nach Romanshorn. Zwei Mal (2014 und 2015) mussten wir aus verschiedenen Gründen verschieben und jetzt soll es endlich klappen.

Vielen Dank hier an dieser Stelle an Oliver Halder, der diese Verschiebungen bereitwillig mitgemacht hat, so dass wir es ab dem 02.07.16 in Angriff nehmen können.

"Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt".


Um nicht alles doppelt und dreifach schreiben zu müssen, habe ich einen etwas längeren Bericht meiner "Bodenseequerung" vom 04.07.16 auf der Homepage verfasst.

Was mich verblüfft, sind die unterschiedlichen Ergebnisse der GPS-Uhren die im Einsatz waren. So zeigte die offizielle Garmi 910 XT von Oliver Halter 11,63 Kilometer, meine Baugleiche Garmin 910 XT 12,7 Kilometer und meine Polar V800 12,38 Kilometer an.

Hier ein "längeres" Video.


Externe Berichte, wie zum Beispiel vom Begleitboot, stelle ich auch über die Homepage online, es lohnt sich also gelegentlich den Link anzuklicken.


Mit Markus Sprengel beim Powertriathlon in Nürnbergs Partnerstadt Gera 2014



Mittwoch, 1. Juni 2016

Mai 2016

Der Mai-Trainingsmonat


Mit etwas mehr "Zufriedenheit" blicke ich gegenüber dem April auf mein Mai-Training und hoffe, im Juni wird das noch besser, denn die Wochen bis zu meiner Wettkampfphase sind gezählt.

Das Schwimmen funktioniert den Umständen entsprechend schon wieder ganz gut, wenngleich die Zeiten die ich schwimme, grottenschlecht sind. Aber ich will nicht klagen, es könnte schlechter sein und gut wird das wohl nie mehr werden. Es wird wohl auf eine dauerhafte Beeinträchtigung meiner Schwimmleistung hinauslaufen, wie es die Ärzte schon vor Monaten prognostiziert hatten.


Seit 4 Wochen habe ich jetzt wieder eine "einsatzfähige Zeitwaffe" unter meinem Hintern und das wirkt sich auf die Motivation beim Radfahren enorm aus. Auch wirkt sich mein "Spinningtraining", das ich im Winter und in der "Mai-Schlechtwetter-Periode" getätigt habe, besser aus, als ich gedacht hätte.

Dazu muß man wissen, dass das Training auf der Spinningmaschine mir eigentlich keinen wirklichen Spaß macht und ich auch mit sehr wenig Widerstand nur "rolle", aber ich zwinge mich dazu, zumal es auch zur Stärkung meiner "mentalen-Verfassung" beiträgt. UND davon kann und muß ich mir so viel wie möglich aneignen, denn ab Ende Juni geht es los mit meiner "Challenge", die seines gleichen sucht ;) Bis dahin sollte dann auch das zweite Triathlonrad fertig sein und dann geht's erst richtig los auf der "Piste".


Die Distanzen im Mai:
50 Km Schwimm
1612 Km Rad (Spinning)
348 Km Lauf
70 Km Kraft (7 Stunden)
2080 Km Gesamt (Zu den Wochendetails hier klicken)

Traditionell habe ich, wie in den letzten 7 Jahren, die Triathlon-Wettkampfsaison in Nürnbergs Partnerstadt Gera begonnen. Mit Freund und Vereinskollegen Reiner Müller war ich diesmal auf der Olympischen Distanz gemeldet, denn sonst steht in Gera eigentlich die Sprint auf dem Plan. Reiner konnte so seine erste Olympische finishen, was ihm mit 2:52:32 auch gut gelungen ist.

Ich habe nach zwei Pleiten auf der Distanz (ein Ausfall wegen Magen-Darm-Virus und ein Ausfall wegen einer Gehirnerschütterung) auch meinen ersten "Powertriathlon" in 2:58:44 gefinisht und das ganz, ohne mich auch nur ansatzweise anzustrengen und bin deshalb natürlich sehr zufrieden ;)


Mittwoch, 4. Mai 2016

Jubiläum


10 Jahre "Never Walk Alone Nürnberg e.V.", wer hätte das gedacht! Der Dank geht an unsere Mitglieder, Freunde und Sponsoren, die mit uns diesen langen "Weg gegangen" sind.


Das Vergangene analysieren, begreifen und verstehen, um das Zukünftige neu auszurichten, gestallten und danach zu handeln.

Das ist die Lehre aus den vergangenen 10 Jahren
Homepage

Sonntag, 1. Mai 2016

April 2016

Der April-Trainingsmonat

Auf dem Papier und den Diagrammen sollte ich mit dem April zufrieden sein, aber das Gegenteil ist der Fall.

So unzufrieden wie diesen Monat habe ich mich selten gefühlt. Das schlechte Aprilwetter und das "nichtvorhandensein" einer vernünftigen Rennmaschine haben mich gefühlt eine Ewigkeit auf der Rolle verbringen lassen. Diesen Zustand gilt es jetzt im Mai abzustellen, wenngleich ich mich von meinen "Frühjahrs-Tests" verabschieden kann. Da muß ich improvisieren, aber das kann ich ja zur Genüge ;)

Mit dem 6 Stunden-Lauf in Nürnberg und dem Kharkiv-Marathon standen zwei Wettkämpfe im April auf dem Plan, die beide zu meiner vollsten Zufriedenheit verlaufen sind.
Beim Lauf in Nürnberg hatte ich zwei Vereinskollegen zu betreuen und beide haben ihre Ziele erreicht. Bernd lief in der Zeit einen Marathon und Reiner mit mir zusammen 52 Kilometer.

Im Mai stehen jetzt der Prag-Marathon und in Gera der Saisonstart im Triathlon auf dem Kalender. Prag laufe ich dann zum 4. Mal und der Powertriathlon bedeutet für mich die 7. Teilnahme! Diesmal starte ich wieder auf der Olympischen-Distanz und Reiner Müller wird mich begleiten.

Die Distanzen im April:
33 Km Schwimm
1217 Km Rad (Spinning)
322 Km Lauf
80 Km Kraft (8 Stunden)
1652 Km Gesamt (Zu den Wochendetails hier klicken)

Es hat lange gedauert, aber die alte Weisheit "was lange wärt wird endlich gut" trifft bei der neuen Zeitfahrmaschine zu! Christoph Schwerdt wird jetzt das Bike aufbauen und ich denke in wenigen Wochen wird es mit gut ausgesuchten Teilen aufgebaut und einsatzbereit sein. Mit elektronischer Athena/Chorus Mix-Gruppe, ovaler Rotor-Kurbelgarnitur und Powertap Wattmess-Pedalsystem, um nur einige Details zu nennen, ist die Maschine sicher ein Hingucker mit hohem Wiedererkennungswert!

Auf diesem Weg möchte ich mich auch bei meinen Sponsoren, Aironbikes, Triathlon-Shop Nürnberg und Radsport Duschl bedanken, denn ohne sie würde ich diesen "Hingucker" sicher nicht in der "Ultra-Ultra-Triathlon-Saison 2016" einsetzen können. Vielen Dank Akos und vielen Dank Christoph!


Freitag, 15. April 2016

08.04.16 Kharkiv-Marathon

Der Kharkiv-Marathon 2016


Der Kharkiv-Marathon 2016 schlägt alles bisher dagewesene in Sachen Städtepartnerschafts-Läufe in den Schatten. Die Ukraine ist mehr als eine Reise wert!

Solch eine Gastfreundschaft sucht seines Gleichen.


Am 7. April machte ich mich mit 10 "Never Walk Alone Nürnberg Lauffreunden" auf den Weg in die Ukraine. Norbert Schürgers und Günther Gesell stellten  sich dankenswerter Weise als Fahrer für die Fahrt zum Münchner Flughafen zur Verfügung und pünktlich um 11:50 Uhr ging der Flieger nach Kiew. Die lange Wartezeit am Kiewer Flughafen überbrückten wir mit allerlei Fachsimpeleien und dem Stecken von neuen "Auslandseinsätzen" in Nürnbergs Partnerstädte. Speisen und Getränke übernahm freundlicherweise das Amt für Internationale Beziehungen der Stadt Nürnberg. Vielen Dank Norbert ;)

Nach dem Weiterflug nach Kharkiv wurden wir gegen 21 Uhr von Iwan, unserem Verbindungsmann der Stadt Kharkiv, begrüßt und es ging "über die Strasse" ins Hotel, wo wir noch ein Abendessen einnehmen durften.

Der Freitag begann mit der Abholung durch Alina Shenogolets und einem eigens für uns gebuchten Bus für die Fahrt zum "Metallist-Stadion", in dem die Startnummernausgabe und die Pressekonferenz statt fand. Bei der Pressekonferenz stellten wir sehr schnell fest, dass diese eigentlich nur für unsere Reisegruppe statt fand und ich durfte mit Norbert Schürgers auf die Bühne, um der Presse Rede und Antwort zu stehen.

Als dieser Programmpunkt erledigt war, ging es in die Stadt zu einem kleinen Rundgang und danach direkt zum Mittagessen in einem pikfeinen Lokal, in dem wir schon erwartet wurden. Uns wurde ein Vier-Gänge-Menü, das sehr lecker war, gereicht. Nach dem Essen ging es dann in den Gorki-Park, den Christoph und ich ja schon kannten, aber diesmal mit Führung und kostenlosem Eintritt in die Fahrgeschäften, was wir alle, bis auf einen, natürlich gerne angenommen haben und wir hatten richtig Spass dabei. Danach die Rückfahrt zum Hotel und das Abendessen.

Am Marathon-Tag wurden wir wieder mit dem Bus abgeholt und in den Start- und Zielbereich gebracht. Ein Fototermin mit dem Oberbürgermeister und dem Fernsehen standen auf dem Programm, bevor es zum Marathon auf die Strecke ging. Der Marathon als solches ist mit vielen Höhenmetern gespickt und die Temperatur von fast 25 Grad taten ein übriges, so dass der Lauf als "nicht einfach" von mir eingestuft wurde. Seis drum, alle haben gefinisht und nur das zählt. Auch unser Vorjahresbegleiter, Konstantin Kudrjavtsev, finishte seinen ersten Marathon und löste damit sein Versprechen aus dem letzten Jahr ein, in diesem Jahr zu laufen.

Zum Fernsehbericht hier klicken.

Zum Laufbericht von Franz Schwengler hier klicken.

Nach dem Lauf wurden wir zum verspäteten Mittagessen wieder ins Hotel gebracht, um danach eine wohlverdiente Pause einzulegen. Gegen 19:30 Uhr stand pünktlich der Bus wieder vor der Tür, um uns zu einem wirklich super Abendessen in das beste Hotel der Stadt zu bringen. In der Sky-Bar ließen wir den Abend ausklingen und auch der erste Wodka floss, was nach der Rückkehr ins Hotel dann "feucht fröhlich" weiter ging. (Fragt nicht nach dem Befinden am nächsten Tag)

Während des ganzen Aufenthalts in Kharkiv hatten wir einen Sicherheitsmann an unserer Seite, wobei wir diesen fast nicht bemerkten und auch sicher nicht gebraucht hätten, denn der ganze Aufenthalt ist ohne ein Vorkommnis abgelaufen.

Am Sonntag in der Früh ging dann der Rückflug über Kiew wieder nach München. Den Aufenthalt in Kiew verschönte uns dann wieder das Amt für Internationale Beziehungen der Stadt Nürnberg mit einer Stadtrundfahrt, dem Besuch eines Klosters und der Führung über den Majdan. Bei der Besichtigung des Platzes wurden wir alle an die Unruhen und den Tod von vielen freiheitsliebenden Menschen erinnert, welches, zumindes bei mir, ein beklemmendes Gefühl hervorgerufen hat.

Ich kann mich nur mehr zum xten mal bedanken, bei der Stadt Nürnberg und bei der Stadt Kharkiv, die uns wirklich eine unvergessliche Reise ermöglichten. Ganz besonders möchte ich hier auch die Namen Iwan Nemitschew, Konstantin Kudrjavsev, Aline Shenogolets und Norbert Schürgers ins Spiel bringen. Ihr habt es uns an nichts fehlen lassen und ich werde sicher nächstes Jahr wieder mit einer großen "ausgewählten" Reisegruppe in die Ukraine reisen.

Kharkiv wir kommen wieder!



Freitag, 1. April 2016

März 2016

Der März-Trainingsmonat


Die Trainingsvorgaben für den März konnte ich relativ gut umsetzen und mit dem Rothseelauf habe ich auch einen ersten "kurzen" Wettkampf absolvieren können. Ich konnte beim Rothseelauf sogar die mir gesteckten Vorgaben (unter einer 5:20er Pace zu laufen) gut erfüllen, wenngleich das natürlich für's weitere Jahr, und ganz besonders für die geplanten Wettkämpfe, völlig unwichtig ist.

Ab April fängt jetzt eine viermonatige Trainingsphase an, bei der Geschwindigkeit, Schnitt oder Pace überhaupt keine Rolle mehr spielen. Das "entschleunigte Training" ist ausschließlich im Grundlageausdauer-Bereich und die Hauptsache ist, lange und langsam unterwegs zu sein. Wichtig wird jetzt auch, die Schwimm-Einheiten zu verlängern, aber wie geschrieben, langsam, langsam und noch mal langsam ;)


Deutlich im Diagramm ist das radlastige Training im März zu erkennen, gleichwohl ich überhaupt nicht mit mir zufrieden bin. Das Ganze hängt aber eher mit dem Material zusammen und liegt nicht an der Motivation

Seit November, (nach dem Radunfall) habe ich nämlich nur mein Winterrad zur Verfügung und mit dem Teil macht das Trainieren halt einfach keinen Spaß. Die Geschichte mit dem zweiten Rad zieht sich wie Kaugummi in die Länge und nervt mich tierisch.
In der Hoffnung, dass im April jetzt A, der Schaden reguliert wird und B, die "Never Walk Alone Edition" Maschine fertig wird, wird die Hoffnung wohl zum Schluß sterben :( (Bin aber guter Dinge) ;)
Die Distanzen im März:
35 Km Schwimm
1101 Km Rad (Spinning)
316 Km Lauf
80 Km Kraft (8 Stunden)
1532 Km Gesamt (Zu den Wochendetails hier klicken)

Ich habe mal an der Materialschraube gedreht und mir zusätzlich zur Garmin die Polar V 800 besorgt, weil mich seit Jahren schon der Brustgurt stört. Die Polar hat den Vorteil, dass ich sie mit dem Cosinuss per Bluetooth im Pulsbereich verwenden kann. Zufrieden kann ich aber im Moment damit noch nicht sein, da der Ohrsender von Cosinuss mir nicht passt und da muß noch eine Lösung gefunden werden. Mir wurde aber Abhilfe in Aussicht gestellt ;)


Dienstag, 1. März 2016

Februar 2016

Der Februar-Trainingsmonat


Mit dem Training im Februar, bin ich voll auf zufrieden und ich hätte mir, nach dem schleppenden Januar, das in dieser Form so nicht vorstellen können. Auch alle Trainings-Ziele, die ich mir gesetzt habe, habe ich bis auf ein paar Laufkilometer zu 100 % erfüllt ;)

Darauf lässt sich aufbauen und ich schaue wieder optimistischer auf die nächsten Monate. Ab März wird jetzt das Kraft-Training etwas reduziert, dafür das Schwimmtraining erhöht.

Seit Mitte Januar, nach meiner langen Verletzungspause, kann ich nun wieder schwimmen und schon geistert mir ein Ziel vor Augen und im Gehirn umher ;)

So Gott will, werde ich die "Straße von Gibraltar" in der Saison 2017 in Angriff nehmen und ich hoffe, dass ich bis dahin verletzungsfrei trainieren kann, um mir diesen Traum zu erfüllen.

Das eine oder andere Gespräch mit meiner Frau in Bezug auf dieses Vorhaben werde ich wohl auch noch führen müssen :) und auch mit Sponsoren muss noch geredet werden! Bin aber guter Dinge ;), dass ich beides positiv erledigen kann!

Die Distanzen im Februar:
20 Km Schwimm
897 Km Rad (Spinning)
346 Km Lauf
130 Km Kraft (13 Stunden)
1393 Km Gesamt (Zu den Wochendetails hier klicken)

Einen ersten Ultra-Lauf mit 80 Kilometern habe ich im Februar auch schon erledigt;) Auf Einladung meines "Ultratriathlon" Freundes Jan-Olof Wadehn sind wir in einer Gruppe von Münster nach Bielefeld gelaufen. Super organisiert, tolle Laufgruppe und gerne wieder Jan ;) Da ich in der Nacht angereist und am Abend wieder zurück nach Nürnberg gefahren bin, sind auch schon mal 24 Stunden zusammen gekommen und waren natürlich gleichzeitig ein "Ausdauer-Test" für die kommenden "Ultra-Lang-Distanzen" mit dem Triple in Österreich und dem Triple in Lensahn die im Juli anstehen!!