Dienstag, 3. September 2019

Double Deca Buchs 2019

Der Double-Deca-Ultratriathlon in Buchs 2019

Der erste von zwei 20-fachen-Ultratriathlons des Jahres


Nun war er da, der erste 20-fache der Saison und er führte uns in unsere zweite Heimat, nach Buchs, in die Schweiz.


UND es ist alles andere als gut gelaufen. 


Ich musste am 7. Tag eine für mich schwere, aber einzig richtige Entscheidung treffen, und den Wettkampf unterbrechen. Der linke Oberschenkel hat komplett dicht gemacht und als nächstes hätte mich ein Muskelfaserriss wahrscheinlich für den Rest der Saison außer Gefecht gesetzt.

Auch der Tod meines Vaters am 4. Wettkampftag hat mich sehr belastet, wenngleich ich darauf vorbereitet war. Wir sind dann in der Pause die ich mir auferlegt habe, zur Beerdigung nach Hause gefahren, um am Sonntag wieder nach Buchs zu kommen, damit ich beim 5-fachen wieder starten konnte.

Den Quintuple:


Dieses Wettkampf-Format habe ich nun zum 3. mal in Angriff nehmen können und auch gefinisht. Selbstverständlich ist das aber natürlich nicht, sind doch von den 8 gestarteten Teilnehmern nur 4 in's Ziel gekommen. Der 4. Platz hat mir dann auch das gewünschte Weltcup-Ergebnis mit 170 Punkten eingebracht und bringt mich ein Stück weiter nach oben in der Liste.




Der Reihe nach die einzelnen Disziplinen und Tage


Das Schwimmen:


Tag1 01:29:38 Tag2 01:37:00 Tag3 01:36:52 Tag4 01:32:00 Tag5 01:32:06 Tag6 01:32:01 Tag7 01:30:09 Tag8 DNS Tag9 DNS Tag10 DNS Tag11 DNS Tag12 DNS Tag13 DNS Tag14 DNS Tag15 DNS Tag16 01:29:05 Tag17 01:32:12 Tag18 01:33:53 Tag19 01:33:24 Tag20 01:31:26

Ich konnte alle Tage in meiner Vorgabe ohne besondere Probleme schwimmen und bin sehr zufrieden damit. Freilich wird das in Mexiko nochmal eine andere Hausnummer werden, aber ich bin zuversichtlich, dass ich das schaffen werde.

 

Ich hatte ja schon einen "Schwimmtest" über 19 Km in Österreich, der relativ gut funktioniert hatte. Freilich fehlen mir jetzt 8 Tage "Schwimmtraining" über die 3,8 Kilometerstrecke, aber im Grunde genommen kommt es darauf sicher nicht an. Ich habe mich bei Beto rückversichert, die Cut-Off-Zeit in Leon ist machbar.


Das Radfahren:


Tag1 08:17:17 Tag2 07:47:05 Tag3 07:50:56 Tag4 07:47:02 Tag5 07:40:33Tag6 07:47:23 Tag7 08:10:42 Tag8 DNS Tag9 DNS Tag10 DNS Tag11 DNS Tag12 DNS Tag13 DNS Tag14 DNS Tag15 DNS Tag16 7:24:59 Tag17 07:35:52 Tag18 07:56:10 Tag19 07:44:051Tag20 08:07:03

Der erste Tag war eine einzige Katastrophe. Dauerregen und Schaltprobleme mit der Campa Elektronik am Kuota haben mich fast zur Verzweiflung gebracht. Tag 2-6 sind dann normal verlaufen und am 7. Tag habe ich etwas rausgenommen, da sich am Tag vorher beim Laufen die Oberschenkelprobleme angekündigt hatten.

Beim Quintuple:


Auch beim 5-fachen Ultra hatten wir einen bösen Regen am Tag 3 zu bewältigen und am letzten Tag habe ich deutlich herausnehmen müssen, hatten sich doch am Tag zuvor, an der linken Achillessehne Probleme eingestellt. Ich habe dann praktisch den Tag nur mit dem rechten Bein tretend über die Bühne gebracht, aber auch die Schmerzen damit aus der Welt geschafft.


Das Laufen:


Tag1 05:26:45 Tag2 05:44:29 Tag3 05:42:34 Tag4 05:53:10 Tag5 05:58:25Tag6 06:18:53 Tag7 06:50:06 Tag8 DNS Tag9 DNS Tag10 DNS Tag11 DNS Tag12 DNS Tag13 DNS Tag14 DNS Tag15 DNS Tag16 05:23:48 Tag17 06:10:38 Tag18 05:40:15 Tag19 06:04:32 Tag20 06:35:29

Das Laufen ist ja bekanntlich die Disziplin, mit der ich alle mäßigen Schwimm- und Radzeiten ausgleichen kann. Ab Tag 2-6 hat das auch wieder super funktioniert. An Tag 1 (radbedingt) und 7 war das leider nicht der Fall. Schon am sechsten Wettkampftag stellten sich beim Laufen massive Oberschenkelprobleme ein, die am siebten Tag dann eskaliert sind. Konnte ich nach dem Radfahren durch eine Massage für 5 Laufrunden eine Linderung verspüren, haben sich die Schmerzen zur Halbzeit so verschlimmert, dass ich nur mit Schmerzmitteln den Tag beenden konnte.

Nach Rücksprache mit meiner Frau und der Wettkampfleitung habe ich dann beschlossen, den Wettkampf hier abzubrechen, um die Route66 nicht zu gefährden. Eine Zerrung oder gar ein Muskelfaserriss wäre sicher das nächste gewesen und das sichere Aus der Saison.

Bedanken möchte ich mich hier an dieser Stelle schon beim Bayerischen Rundfunk für das "Zwischen-Interview", dass wie verabredet am 21. August auf Bayern1 gesendet wurde.


Beim Quintuple:


Finish und nichts als Finish war die Devise und genau das ist mir gelungen, wenngleich es kein Kinderspiel war. Am ersten Tag habe ich für meine Verhältnisse mal einen "rausgehauen" und die schnellste Endzeit, mit 14:35:09, die ich bei einem Ultra erreicht habe, ist dabei heraus gekommen. Am 4. Tag haben sich Achillessehnen-Probleme aufgetan, die ich aber wie oben geschrieben, beim Radfahren lösen konnte und im ganzen Leben hätte ich nicht gedacht den letzten Tag dann doch schmerzfrei laufen zu können.



Hier geht es zu meiner Zwischenbilanz, zu einem Podcast vom Swissultra 2019 und zu meim Zieleinlauf. Hier meine Dropbox Bilder der 7 Tage vom Double-Deka und hier vom Quintuple. Vielen Dank Katrin ;) Hier geht es zur "Urkunden-Seite" und zur "World-Cup-Seite".

Resüme:


Es war eine schwere Zeit für mich und meine Frau in Buchs 2019. Der Tod meines Vaters, die diversen Verletzungen die ich mir eingefangen habe und die Wetterkapriolen haben es mir nicht leicht gemacht in den 20 Tagen zumindest 12 Langdistanzen auf dem "Weg zur Route66" zu meisten.

 

Ich habe für das Geleistete viel Lob aus der "Ultra-Familie" bekommen, das mich dann doch meinen Frieden mit dem Wettkampf schließen lässt, wenngleich tiefe Narben bleiben werden.

 

Die "Route66" lebt weiter, auch wenn sie natürlich an dem "seidenen Faden" Mexiko hängt und das wird keine leichte Aufgabe werden. Die fehlenden 8 Langdistanzen aus Buchs kann ich ohne Probleme natürlich noch nachholen, Anfragen für die so genannten "Indoor-Langdistanzen" habe ich genug.

 

Als Abschluss gilt es mich bei allen die mich in dieser Zeit unterstützt haben zu bedanken. Bei meiner Frau, bei meiner Familie, beim Veranstalter, bei Familie Schöb, die uns wieder in ihre Familie aufgenommen haben, bei meinen "Never Walk Alone Mitgliedern" und bei allen "Internet-Freunden" die mir moralischen Auftrieb zukommen liessen, ohne den ich sicher in der Schweiz zerbrochen wäre.

 

Ich habe den Zieleinlauf meinem Vater gewidmet und ich denke er wäre stolz auf mich gewesen.